"Sunny Heart" - Aktuelle Lackierung der Condor 767-300 ER

DRR50 Condor-History Teil 2

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In Ausgabe 50 haben wir auf den ersten Blick zwar ein historisches Thema gewählt, aber auch beim zweiten Teil über die Geschichte von Deutschlands Ferienflieger Nummer 1, wagen wir den Blick in die Gegenwart und die Zukunft.

Hier geht es zur kompletten Show:

Das neue Buch von Rüdiger Edelmann, ab 1. Juni 16 bei Amazon und im Buchhandel

1956 hat Alles angefangen für die Condor. Die Geschichten der ersten Jahre gibt’s in unserer Ausgabe Nummer 42 zum Nachhören. Unter dem Dach der Condor flog man vermeintlich in eine sorgenfreie Zukunft. Doch weit gefehlt. Die Veränderungen im Tourismus und später die digitale Buchungswelt hielten reichlich Überraschungen bereit. –

1980er: Ohne Lack –  mit Erfolg

Condor Boeing 737-230 ca 1981, Air to Air

Condor Boeing 737-230 ca 1981

„Max“ und „Fritz“, die beiden 747 Jumbos gingen 1980 in Pension. Die Langstrecke dominierte jetzt das Fluzeugmuster DC 10. Und die Condor machte rein optisch Schlagzeilen, mit Maschinen die blank poliert und ohne Lackierung flogen. Das war nicht nur ausgefallen und schön, sondern sparte auch jede Menge Treibstoff, der immer teurer wurde. So gingen dann auch Teile der Kurz- und Mittelstreckenflotte ohne Lackierung in die Luft. Lediglich die gelbe Heckflosse leistete man sich weiterhin. Aber auch im Tourismusgeschäft tat sich Einiges. Man begann mit dem Einzelplatzverkauf und den sogenannten Campingflügen, die nur noch ein Pauschalangebot vorgaukelten. Das realisieren, was der Kunde möchte. Ein Condor-Credo, das immer im Vordergrund stand und steht: Familienschalter, Sitzplatzreservierung, die Comfort Class aus der sich Premium (Economy) und Business-Class entwickelte, Vorabend-Check-In, Einchecken per Drive-In am Frankfurter Flughafen etc.

Hier die Einzelgeschichte von den 1980er Jahren bis zur deutschen Marketingpanne „Thomas Cook-Airlines“:

Damit nähern wir uns der jüngeren Condor-Geschichte und natürlich auch der Gegenwart. Drei Gesprächspartner standen uns für die Aufarbeitung zur Verfügung: Der Kommunikationschef der Condor, Johannes Winter, Christine Berger-Danziger, Public Relation Cabin Crews und LAST BUT NOT LEAST, Condor CEO, Ralf Teckentrup.

Erfahrungsaustausch nach DRR-Interview: Christine Berger-Danziger & Johannes Winter

Erfahrungsaustausch nach DRR-Interview: Christine Berger-Danziger & Johannes Winter

Doch zuvor muss noch kurz vom Ende der Lufthansa-Tochter geredet werden. Das begann eigentlich mit der Expansion der Condor und deren Beteiligung an Reiseveranstaltern. Daraus wurde eine Partnerschaft von Neckermann-Reisen und Condor indem die Lufthansa zunächst 50% ihrer Flugtochter an den Neckermann-Inhaber Karstadt verkaufte. Aus diesem neuen Konzern mit dem wenig attraktiven Namen „C&N“ wurde dann durch weiteren Zukauf von britischen und französischen Firmen und dank neuer Namenrechte die Thomas Cook AG. Das war 2001. Jetzt sollte Alles einheitlich werden, schließlich war die Thomas Cook AG Europas zweitgrößter Tourismuskonzern. Trotz sinkender Umsatzzahlen wurde kräftig umstrukturiert und 2002 kam dann die Innovation heraus, die sich als marketingtechnischer Tiefschlag herausstellen sollte. Die Namens-Pleite „Thomas Cook Airlines“ war eine rein Deutsche, denn die zum Konzern gehörenden Airlines aus Belgien, Großbritannien und Skandinavien, heißen heute noch so. Um das Desaster aufzulösen wurde 2004 Ralf Teckentrup engagiert. Auftrag: Die Airline in jeder Hinsicht wieder fit machen. Heute beantwortet er die Frage nach der Pleitenentscheidung „Thomas Cook Airlines powered by Condor“ ausdrücklich als Unbeteiligter an der Katastrophe.

Die Einzelstory über Komfort, Preise und das günstigste Ticket:

Die Fliegerei hatte sich in diesen Jahren grundlegend verändert. Das Internet als individuelle Buchungsplattform wurde immer wichtiger. Und dazu kam noch das, was allenthalben als die „GEIZ ist GEIL“-Stimmung in die deutsche Konsumgeschichte einging. Der Condor-Kunde beklagte zwischenzeitlich den immer geringer werdenden Sitzabstand und die teilweise Umstellung auf kostenpflichtige Verpflegung. Über den Preis hat er nicht gemeckert. – Aber es geht ja nun nicht Alles, wenn man gleichzeitig mit spitzem Bleistift kalkulieren musste und muss.

Sicherheit und gutes Image

Pressewand in der Condor-Zentrale

Pressewand in der Condor-Zentrale

In der Geschichte der Condor spielt natürlich nach wie vor das gute Image eine Rolle. Nur ein Unfall 1988 bei einem Überführungsflug nach Izmir. Sicherheit wird eben groß geschrieben, beim Fluggerät genauso wie beim Personal an Bord, betonte Christine Berger-Danziger im Gespräch mit uns. Und dass das klappt hat man immer wieder mal bewiesen. Als 1972, die Sitzplatzzahl einer der Jumbos erhöht werden sollte, wurde der Airline eine Evakuierungsdemonstration abgefordert. Und man staune, die „Condorianer“ schafften es, die Boeing 747 mit 478 Sitzen nicht nur in den geforderten 90 Sekunden zu räumen, sie stellten mit 70 Sekunden sogar einen neuen Weltrekord auf. Ohne gewissenhaftes Training wäre das undenkbar gewesen. – Natürlich haben wir auch nach dem Flottenalter der Condor gefragt, das ja, rein statistisch, eher im oberen Bereich liegt. Das sei, bei exzellenter Wartung kein Problem, sagte uns Johannes Winter und verwies dabei auch auf die immer besser werdende Umweltverträglichkeit. Das „3 Liter Flugzeug“ liegt ihm am Herzen. Einen Kreosinverbrauch pro Passagier von nicht mehr als 3 Litern auf 100 Kilometer weist eine Untersuchung aus. Da ist man mächtig stolz bei Deutschlands Ferienflieger Nummer 1. Das ist sehr ordentlich, auch wenn der mathematische Vergleich, bei 4 Personen im Auto, dann doch ins Wanken gerät. Eine Klimaausgleichszahlung kann jedenfalls nie schaden.

Der Condor-Reisesommer 2016

Was sagt Condor-Boss Ralf Teckentrup zur aktuellen Buchungskrise. Ängstigt Sie der bevorstehende Flugsommer 2016 nicht doch ein wenig, wenn die Reisebuchungen zögerlich eingehen und das Türkeigeschäft lahmt, Ägypten kaum ein Thema ist und Tunesien brach liegt? Schließlich kann man ja nicht alle Maschinen und Touristen nach Spanien umleiten, oder doch?   Die Antworten von CEO Ralf Teckentrup, hier noch einmal im Detail:

Ralf Teckentrup, Condor CEO

Ralf Teckentrup, Condor CEO

Nichts desto trotz sitzt die Reiseangst aktuell doch ein wenig tiefer als in den Jahren zuvor. Die Buchungszahlen für Sommerurlaub an Nord- und Ostsee sprechen aktuell trotzdem eine andere Sprache. – Der Branche mag man wünschen, dass sich die Krisenstimmung relativiert. Eine längerfristige Änderung des Reiseverhaltens könnte aber die komplette Tourismusindustrie zum Umdenken zwingen. Deshalb ist es sicher schwierig bei einem runden Geburtstag eine Prognose für die nächste 10 Jahre abzugeben. Wir haben es trotzdem bei allen drei Gesprächspartnern versucht und auch Antworten bekommen. – Solide Geschäftspolitik ist Ralf Teckentrup wichtig. Den Antworten von Christine Berger-Danziger und Johannes Winter hört man an, dass der Erfolg der Condor auch von den Menschen abhängt, die für die beliebteste Airline der Deutschen – so eine Umfrage – arbeiten. Und für Ihren „Spirit“ waren die Condorianer schon von jeher berühmt.

Happy Birthday Condor!

Condor_JPG_LogoInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Condor

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Titel-White House

DRR49 Der Präsident in der Personalkantine – Geschichten aus Washington DC

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Im Moment schaut die Welt – zumindest gelegentlich – in Richtung USA und den Kampf ums Weiße Haus. Donald Trump liefert die Schlagzeilen. Immer mehr Republikaner meinen, er sei der richtige Kandidat für den Präsidentenposten. Und von außen schaut man auf die Staaten

US Capitol

US Capitol

und fragt sich mitunter fassungslos, wie das in einem aufgeklärten Land geschehen kann. Dagegen war ja selbst der ahnungslose Ronald Reagen ein Waisenknabe. Bevor der amtierende Präsident Barack Obama sein Bündel schnürt und auszieht aus „1600 Pennsylvania Avenue“, gibt es hier im Deutschen Reiseradio noch eine Rückerinnerung an Zeiten, in denen der Präsident regelrecht geliebt wurde und Viele darauf setzten, dass jetzt Bewegung ins Land kommt. – Die gab es ja auch, aber der Prophet, gilt im eigenen Land ja meist nichts. Erinnerung an eine Reise vor rund 5 Jahren – Selbstverständlich mit aktuellen Updates versehen. Hauptthema: Deutsche und Deutsches in den USA und in Washington DC.

Hier ist die komplette DC-Show zum Hören:

Obama liebt „Ribs“ oder der Präsident in der Betriebskantine

"Hay Adams" - Hotel

„Hay Adams“ – Hotel

13 Jahre nicht in Washington gewesen und Vieles hatte sich verändert. Da waren die Wachtposten und die Absperrungen vor dem „Weißen Haus“. Ende der 1990er Jahre konnte man hier noch ungehindert am „Gartenzaun“ vorbeilaufen. Ein neuer Präsident hatte 2008 das Ruder übernommen. „Yes, we Can“, hieß seine Devise und viele Amerikaner waren zu diesem Zeitpunkt davon überzeugt. Man hatte nicht nur einen schwarzen Präsidenten, sondern man hatte endlich jemanden, der den Bedürfnissen des Volkes wieder näher kam. Nach 8 Jahren Bush-Präsidentschaft gab es wieder einen Mann aus dem Volk. So wie Bill Clinton sein Wachpersonal schockte, weil er auf dem Rückweg vom Joggen immer in einem nahegelegenen „McDonalds“ einen Kaffee kaufte, so ging Barack Obama vor seinem Einzug ins Weiße Haus auch schon mal in die Betriebskantine des benachbarten „Hay Adams“-Hotels und ließ sich eine doppelte Portion „Ribs“ servieren. Der deutsche Küchenchef Peter Schaffrath erzählte uns diese Geschichte mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er hat in all den Jahren dem Hay-Adams die Treue gehalten. Er fühlt sich wohl in der amerikanischen Hauptstadt.

Die Story von der Präsidentenfamilie im Hotel:

Wohlfühlfaktor DC

White House - 1600 Pennsylvania Avenue

White House – 1600 Pennsylvania Avenue

Wohlfühlen kann man sich in DC, dem District of Columbia, wie die Region der Hauptstadt heißt. Washington kommt angenehm unamerikanisch daher, das beginnt schon mit der streng geregelten Bebauungsgrenze. Innerhalb von DC, darf kein Gebäude höher sein, als die Spitze des Capitols. Wer hier unterwegs ist, merkt damit ganz schnell, wenn er den Hauptstadtbezirk verlässt und auf den Boden von Maryland oder Virginia kommt, denn sofort schießen die Stockwerkzahlen in die Höhe. Besucher haben ein ordentliches Pflichtprogramm. Vieles findet rund um die „National Mall“ statt. Der breite Streifen von sattem Grün erstreckt sich vom „Lincoln Memorial“ am Potomac-Fluß bis zum Capitol. An der „Mall“ liegen nicht nur das „Weiße Haus, sondern auch das „Washington Monument“, ein riesiger Obelisk, das Capitol, mit Senat und Kongress und unendlich viele Museen. Technikfreaks möchte ich das „Air und Space Museum“ nahelegen. Und natürlich kann man rund um den Streifen zwischen Capitol auf der einen und dem Lincoln Memorial auf der anderen Seite, tagelang von einem Museum ins Andere wechseln. Nicht vergessen sollte man einen Gang durch den grünen Teil der Mall und auf der Seite Richtung Potomac, muss man unbedingt Station am Vietnam Memorial machen. Hier sind unendlich viele Namen von Kriegsopfern eingraviert. Es beginnt optisch fast harmlos mit einer Mauer, die nur ein paar Zentimeter hoch ist, aber der Weg geht nach unten und die Mauer wird immer höher, die Namen immer mehr und irgendwann wird man regelrecht erschlagen von der Zahl der Menschen, denen hier gedacht wird und die im Vietnamkrieg ihr Leben verloren. Ein Mahnmal für den Frieden.

Zentrum von politischer Macht und ständigen Nachrichten

Newseum-2

Washington D.C. die Machtzentrale der USA und irgendwie auch ein wenig die Nachrichtenzentrale des Landes. Seit einigen Jahren hat man auch dem permanenten „News-Output“ ein Denkmal gesetzt. Das „Newseum“ an der Pennsylvania Avenue in Richtung Capitol ist Pflichtprogramm für alle Medienleute, bietet aber auch jedem anderen Interessierten einen Einblick in die Geschichte der amerikanischen und weltweiten Medienentwicklung. Das ist spannend, weil wunderbar interaktiv aufgebaut. Und es ist international orientiert. Hier findet Newseum-3man den „Nachrichtenhubschrauber“ an der Decke, genauso wie einen lebensecht-großen DDR-Kontrollturm inklusive eines echten Stücks Berliner Mauer. Natürlich spielt die Berichterstattung über den schlimmsten Tag der USA, mit den Abschlägen vom 11. September 2001 eine wichtige Rolle. Es gibt aber auch spielerische Elemente wie das hauseigene Fernsehstudio, in dem sich Besucher als Reporter vor der Kamera ausprobieren dürfen.

Zentrum der Spionage

Unterwegs im Zentrum der Macht. Und was macht Macht so spannend? – Richtig, dass immer Jemand damit beschäftigt ist, dieselbe zu unterhöhlen. Dafür gibt’s Geheimdienste, Spione und andere seltsame Gestalten. – Auch die kann man in Washington ganz öffentlich treffen. Zumindest die von „Gestern“.  Dafür gibt es ein gesondertes Museum. Interessanterweise spielt dabei gerade die amerikanisch – deutsche Geschichte eine große Rolle, wenngleich auch mit einem silbernen MG, dem Spione der Spione gehuldigt wird.

Das „International Spy Museum“ macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Und auch hier könnte man Stunden verbringen. Spielerische Elemente sind dabei sehr wichtig. Man wird gewissermaßen selber zum Spion ernannt und kann Aufgaben erledigen, aber man muss es natürlich nicht. Es gibt auch so genug zu sehen und zu erfahren.

Deutsch – Amerikanisches

Wer deutsche Forschung betreiben will, der muss unbedingt in ein Museum, das den deutschen Einwanderern – oder müsste man sagen Flüchtlingen – gewidmet ist. Deutsche Einwanderer haben ziemlich viel zur Entdeckung, Erschließung und Weiterentwicklung der Vereinigten Staaten beigetragen. Die deutschen Wurzeln sind auch überall noch vorhanden, man muss sie nur sehr gut suchen.

Interview mit Rüdiger Lentz

Interview mit Rüdiger Lentz

Das „German – American Heritage Museum“ hat sich der Dokumentation dieser deutschen Wurzeln in den Vereinigten Staaten verschrieben hat. Direktor war bis 2013 Rüdiger Lentz. Der Journalist und ehemalige Korrespondent der Deutschen Welle in Washington hatte sich schon während seiner Reporterzeit intensiv mit dem Thema beschäftigt. Da lag es nahe zu forschen und zu dokumentieren. Und die Gründe für die Auswanderung aus Deutschland sind so vielfältig wie die Zeiten so unterschiedlich, sagt Lentz, den wir zum Gespräch treffen konnten. Heute ist er Leiter des „Aspen Institutes“ in Berlin.

Einwanderung, ein Thema, das im Moment aktueller denn je ist. Umso unverständlicher die Äußerungen des Möchtegern-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Ohne die unzähligen multikulturellen Einflüsse wären die USA heute nicht das, was sie sind. Das aber erscheint fast vergessen, wenn man den großen Zuspruch zu diesem Kandidaten sieht. – Bleibt aus meiner Sicht zu hoffen, dass er es nicht schafft und dass ich auch im Jahr 2017 gerne in die Vereinigten Staaten reisen werde.

Reiseinfos:

Hin kommt man nonstop von Frankfurt aus mit Lufthansa und mit United Airlines. Per Umsteigeverbindung geht das natürlich auch mit anderen Fluggesellschaften. Der Internationale Flughafen Dulles liegt etwa eine dreiviertel Stunde vor der Stadt, wenn man mit dem Auto fährt. Hotels gibt es reichlich in vielen Preisklassen. Berücksichtigen sollte man dabei auch die Unterkünfte am Stadtrand, insbesondere in Arlington, das schon im Nachbarstaat Virginia liegt.Wichtig für alle USA-Touristen ist, nach wie vor, die Registrierung über das Einreisesystem ESTA und natürlich der gültige Reisepass.

CRUSA

Washington – Infos:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

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Alabama-Title-Brand USA

DRR48 Sweet Home Alabama und ein Flug mit Tante JU

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Hier kommt nun die erste – wieder reguläre – Reiseradioausgabe nach der ITB. Es wartet also auch endlich wieder eine komplette Reiseradio-Show, rund um ein nicht ganz so präsentes, aber umso interessanteres Reiseerlebnis. Außerdem machen wir, wegen des 80. Geburtstags der LH-Ju 52 einen Rundflug und schauen auf die Geschichte dieser Flugzeuglegende.

Hier ist sie, die Reiseradioshow Nummer 48:

Sweet Home Alabama

Warum um Himmels Willen fahren viele Touristen immer an die gleiche Stelle? Ist es Bequemlichkeit oder Angst vor Neuem? – Jedenfalls ist es schade, denn so verpasst man eine ganze Menge einmaliger Erlebnisse.

Unsere Gesprächspartnerin: Janin Nachtweh

Unsere Gesprächspartnerin: Janin Nachtweh

Wir werden uns also heute in einem US-Bundesstaat tummeln, über den – Hand aufs Herz – die Meisten eigentlich fast nix wissen, uns eingeschlossen. Nach einem Gespräch mit Janin Nachtweh von der deutschen Vertretung Alabamas war ich zumindest nicht nur schlauer, sondern hatte das Gefühl – Ja, da solltest Du auch mal intensiver hin. Denn einmal am kurzen Stück Alabama-Küste des Golfs von Mexico durch den Staat durchrauschen, das ist, als wäre man gar nicht dort gewesen. – Dabei hat Alabama jede Menge Highlights zu bieten. Insbesondere die Musikfans verbinden was mit dem Staat und einem kleinen Städtchen im Norden. Ohne Muscle Shoals gäbe es vermutlich keinen populären Soul und die Rolling Stones wären nie in Alabama gewesen.

 

Hier noch einmal die musikalische Story zum Nachhören und Nachsehen:

Das klingt nach gigantisch großen Studios in einem gigantischen Ort. Weit gefehlt. Vor einigen Jahren gab es eine Filmdukumentation über Muscle Shoals. Der „Movie-Trailer“ soll Appetit machen auf ein besonderes Fleckchen musikalischer Erde.

Aber natürlich gibt’s auch Sehenswertes jenseits von Soul- und Rockmusik. Alabama war die Filmheimat von Forrest Gump alias Tom Hanks, auch wenn an anderer Stelle gedreht wurde. Trotzdem ist die Verbindung im Film umgesetzt. Forrest gerät, per Filmmontage, in die Proteste vor der Universität in Birmingham Alabama. Es ging um die Rassendiskriminierung in den 1950/60er Jahren. Alabama steht für die Konflikte, die die amerikanische Bürgerrechtsbewegung durchleben musste. Das „Civil Rights Institute“ in Birmingham, Al. gibt einen guten Überblick über die Geschehnisse. – Es wäre allerdings  zu optimistisch zu meinen. alle Probleme wären gelöst, zumal in den Gebieten, die traditionell schon immer anders waren und sein wollten, die Südstaaten eben. Es ist ein weiter Weg, den man gehen muss und in einigen Regionen geht man den noch etwas langsamer. Ein Thema, dem man sich als Tourist, weder historisch noch aktuell komplett entziehen kann. Denn: Alabama ist konservativ, daran führt kein Weg vorbei.

Soulfood und Golfbälle

Broiled Seafood Platter

Broiled Seafood Platter

Konservativ sein, hat aber auch seine Vorteile. Wenn es zum Beispiel ums Essen geht. Hier wartet allerorten noch traditionell Zubereitetes in seiner leckersten Form. Hier kann man schwelgen in phantastischer Küche. Kein Ort ist zu klein, als dass man nicht ein Top-Restaurant fände. Die Südstaatenküche ist in der Regel „spicy“, sprich gut gewürzt und bedient sich dem Barbeque und vielen frischen Fischen und Meeresfrüchten, nicht zu vergessen die Südstaatenklassiker wie „Hush Puppies“. Hush Puppy-Teig wird gemacht aus Maismehl, und der kommt vor dem Servieren in die Friteuse. Man könnte auch von Südstaaten-Kroketten reden.  UND: Bleiben wir bei den Spielfilmen, natürlich spielen „Gebratene Grüne Tomaten“ eine Rolle. Wer die isst, kriegt einen Eindruck von der Köstlichkeit, die bei Itchie im Whistlestop Café eine entscheidende Rolle spielte. (Film: „Grüne Tomaten / orig. Fried Green Tomatoes at the Whistle Stop Cafe). Über die Anzahl der damit vertilgten Kalorien wollen wir hier nicht reden. Man kann ja schließlich auch was für die Bewegung tun. Sehr beliebt dabei, auch das – was oft geringschätzig –  Altherrensport oder Bewegungsanreiz für Snobs genannt wird. – Wir reden übers Golfen. Das ist erstens anstrengender, als der Nichtgolfer meint und zweitens ist man gerade in Alabama auf der richtigen Spur. Die Fachleute kriegen zumindest bei einem Namen glänzende Äuglein. Janin Nachtweh hatte die Geschichte für uns.

Space-Erlebnis in Huntsville

Huntsville - Foto: Brand USA

Huntsville – Foto: Brand USA

Bliebe zuletzt noch der Ausflug in den Weltraum, sprich zur Nasa. Es ist  die TOP-Destination Alabamas für alle Technik- und Raumfahrtfreaks zu erwähnen. Ganz im Norden des Bundesstaats, in Huntsville, wartet ein großer „Abenteuerspielplatz“, der aber im Gegensatz zu vielen Freizeitparks, absolut authentisch ist. Hier ist Weltraumforschung angesagt. Kaum bekannt und doch so sehenswert. Wer wollte nicht schon immer mal ein Mondauto anfassen oder eine Flugkapsel sehen, die schon mal im Weltraum war. Alles geht in Huntsville, inklusive eines Freizeitlehrgangs für „Freizeit-Astronauten“. – Nicht umsonst ist diese Anlaget die meistbesuchte Attraktion des Bundesstaats. –

Hier die akustische Story in Kurzform:

Nicht unterschlagen darf man außerdem natürlich die großen Städte wie Birmingham oder auch Mobile. Und die Strände am Golf von Mexiko dürfen nicht vergessen werden. Heißt dann im Klartext: Hier findet jedes Urlaubstöpfchen auch sein Deckelchen. Und man hat zudem da Urlaub gemacht, wo noch nicht Jeder war. Ist ja auch ein Argument für „SWEET HOME ALABAMA“.

Wer nicht nur hören will, darf auch sehen – SWEET HOME ALABAMA:

Abheben mit Tante Ju – Das besondere Historienspektakel

Airport-Days-117Allen Fliegereifans schlägt vermutlich das Herz höher beim Stichwort TANTE JU. Die JU 52 der Lufthansa, – ja, eine betreibt man noch seit vielen Jahren als lebendiges Museumsstück – hat gerade Geburtstag gefeiert. Sie wurde 80 Jahre alt und befindet sich seit 30 Jahren in Diensten der LH. Die Maschine, die am 6. April 1936 in Dienst gestellt wurde ist auch heute noch im Einsatz für Rundflüge und beliebter Gast bei Shows und Flugtagen. Das war Grund genug mal hinter die Geschichte der JU52 zu schauen und Eindrücke von einem Rundflug zu sammeln.

Hier ist das akustische Erlebnis aus unserer Reiseradioshow noch einmal:

Aktuell wird die Lufthansa JU52 einer Generalüberholung unterzogen. Im Sommer soll sie aber wieder regelmäßig im Einsatz sein, zur Freude aller Luftfahrtfans.

junkers_ju_miniAlabama-logoInformation:

 

 

 

Fotos: (c) Alabama Tourism Department / Brand USA / Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung

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PHL-Titel

DRR47 ITB-Nachlese (2) – Phillysound und Weltenbummler

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Wer ein paar Tage auf der weltgrößten Reisemesse zubringt, erlebt viel, lernt neue Leute und Neuigkeiten kennen und hat anschliessend so viel Material, dass es Wochen braucht, um Alles aufzuarbeiten. Versprochen hatten wir für diese Ausgabe einen Ausflug in die USA. Außerdem gibts ein informatives Interview für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, Tourismus zum Beruf zu machen.

Studierte Weltenbummler – Studieren mit Praxisbezug

Unsere Gesprächspartnerin Josephine Braun

Unsere Gesprächspartnerin Josephine Braun

Der Tourismus und seine Jobs. Ja man könnte meinen, dass Urlaub ja Jeder können müsste, denn Jeder hat ja auch schon mal Urlaub gemacht. Weit gefehlt. Neben fachspezifischen Berufsausbildungen gibt es inzwischen auch akademische Studiengänge, die einem z.B. Tourismus und Betriebswirtschaftslehre nahe bringen. Eine Ausbildungsstätte wollen wir heute vorstellen, denn sie verspricht neben dem Batchelor-Abschluss eine praxisnahe Ausbildung durch ein Duales Studium“. – Was es damit auf sich hat und wie man da ran kommt, haben wir uns von den „Studierten Weltenbummlern“ der Berliner „Hochschule für Wirtschaft und Recht“ näher bringen lassen. Josephine Braun hat’s uns erklärt.

Weitergehende Infos gibt es bei der Hochschule und bei den „Studierten Weltenbummlern“. Hier sind die Links:  hwr-logoweltenbummler

 

 

 

 

Independence Hall - PHL Foto: M.Edlow for Visit Philadelphia

Independence Hall – PHL Foto: M.Edlow for Visit Philadelphia

 

Die neue Liebe zu amerikanischen Städten – Philadelphia

Der letzte Besuch in „Philly“ liegt schon 10 Jahre zurück. Umso spannender waren die Eindrücke über eine wahrhaft sehenswerte Stadt, die wir uns vom Tourismusdiektor des Philadelphia CVB, Brian Said geben ließen. Sie spiegeln wieder, in welcher Geschwindigkeit der Wandel in amerikanischen Städten vor sich gehen kann. – Das funktioniert zwar in beide Richtungen. Im Fall von Philadelphia ging es aber in den letzten Jahren steig aufwärts, UNESCO-Welterbe inklusive.

Hier ist unser Beitrag in deutscher Sprache:

Interviewing Brian Said of PHL CVB in Berlin.

Interviewing Brian Said of PHL CVB in Berlin.

Gerade junge Leute haben ihr Herz für die Stadt entdeckt. Und Ältere entdecken sie wieder. Das hat verschiedene Gründe. Aber alle liegen Sie auf der Hand bzw. auf der Geldbörse. Und da die Menschen heute örtlich flexibler arbeiten können, suchen sie ihren Lebensmittelpunkt in der Nachbarschaft der großen Metropolen. Dadurch sparen sie Geld, das sie stärker für Ihre Bedürfnisse ausgeben können. Das ist eine der sogenannten „WIN-WIN-Situationen“. – Bedingt durch den demographischen Wandel ziehen aber auch immer öfter Ältere zurück in die Stadt. Das Haus in den Vororten wird nicht mehr gebraucht, nachdem die Kinder ausgezogen sind und in der Stadt sind die Restaurants und die Kultur in Laufweite.

Beides ist im Übrigen ein Phänomen, der Städte in der zweiten Reihe und das gerade weil die Lebenshaltungskosten in den großen Metropolen unerschwinglich geworden sind.

Downtown Living – The New City-Lifestyle

Americans are returning to Downtown. The Phenomenon, we already heard from Dallas/Texas, came up again during our Interview with Brian Said, Executice Director, Tourism Devision of Philadelphia CVB. Due to better quality of life-balance and more affordable life in the so called „second-row cities“ people of all ages return to the downtown areas. This is great for cities like Philadelphia in two ways. It revitalizes the town centers and this is good for increasing tourism. Listen to the whole Interview, we had during ITB in Berlin.

Information: 

http://www.discoverphl.com/

http://www.discoverphl.com/international/de/

In der nächsten Ausgabe / Next edition:

„Enjoy Alabama“ – Unser ITB-Talk mit Janin Nachtweh von Alabama Tourism

 

 

Eisenach_Wartburg

DRR46 ITB-Nachlese – Thüringen 2016 und 2017

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MesseBerlinHier ist der Teil 2 unserer ITB-Nachlese. Töne, Bilder und Eindrücke, gesammelt auf dem Messegelände Berlin unterm Funkturm. – Auch diesmal verzichten wir auf das gewohnte Reiseradio-Show-Format und liefern lieber kompakte Informationen direkt von der weltgrößten Tourismusmesse.

In der letzen Ausgabe haben wir schon über den verstärkten Deutschlandtrend für den Sommer 2016 berichtet und dies mit eindrücklichen Beispielen von Nord- und Ostsee belegt. Der Deutschlandtourismus ist weiter im Aufwind. Das gilt übrigens nicht nur für Meer und Berge, sondern auch für den Mittelgebirgsraum.

Thüringen und seine „Naturlandschaften“

Wanderparadies Thüringen

Wanderparadies Thüringen

„Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.“ – das sagte schon der „olle Goethe“ und der hat bekanntlich einen großen Teil seines Lebens im thüringischen Weimar verbracht. Er wusste um die Natur seiner zweiten Heimat. – Thüringen setzt in den kommenden acht Monaten auf die Naturlandschaften, die vielfältiger kaum sein kann, wenn es ums Mittelgebirge geht. – Wir haben mit Kerstin Neumann von Thüringen-Tourismus über die „Natur-Offensive“ gesprochen.

Acht Monate lang – jeweils für 4 Wochen – wird eine besondere Naturlandschaft Thüringens im Mittelpunkt der Bewerbung und der Initiativen stehen.

Hier ein optischer Eindruck von einem besonderen Naturlandschaftskleinod:

Information:Thueringen-logo

 

 

1517 – 2017  – 500 Jahre Reformation und Martin Luther

Lutherstube auf der Wartburg (Nachbau zur ITB)

Lutherstube auf der Wartburg (Nachbau zur ITB)

In Thüringen erinnern Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen authentisch und museal an das Werden der Reformation und an Martin Luther. Seine Biographie ist mit Thüringen und dem benachbarten Sachsen-Anhalt unmittelbar verbunden. – Im Erfurter Augustinerkloster lebte er von 1505 bis 1512 als Mönch der damals noch einheitlichen Kirche, ehe er 1517 mit seinem berühmten Thesenanschlag in Wittenberg  zum Reformator wurde. In Eisenach auf der Wartburg übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche, in Schmalkalden weilte er, um das Bündnis der Protestanten gegen den katholischen Kaiser zu schmieden.

Das Gespräch mit Kerstin Neumann zum Reformationsjubiläum:

Unsere Gesprächspartnerin in Berlin: Kerstin Neumann

Unsere Gesprächspartnerin in Berlin: Kerstin Neumann

Luther und die Reformation, das ist nicht nur die religiöse Bedeutung und Einordnung, das ist auh sehr viel deutsche Kultur- und Geistesgeschichte. So stehen über den unzähligen Veranstaltungen, die bereits im Oktober dieses Jahres beginnen werden, nicht nur religiöse Werte. Sehr bedeutend erscheint uns das Bestreben Thüringens nach kultureller Weltoffenheit angesichts dieses Jubiläums. – Selbstverständlich gibt es neben der kulturellen  auch touristische und sportliche Aktivitäten und deren Verbindung. Der 1010 Kilometer lange Lutherweg, kreuz und quer durch Thüringen belegt das eindrücklich. Und natürlich begenet man auf dem Weg auch dem ganz weltlichen Martin Luther, der ja für seine durchaus derbe Sprache bekannt war.

Information:Luther_Logo

 

 

 

 

In der nächsten Ausgabe folgt dann endlich der Ausflug übern Teich in Richtung USA.

Fotos: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD und (c) Thüringen-Tourismus

ITB

DRR45 Meet us in Berlin – ITB Berlin 2016

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Zum 50. Mal fand sie in diesem Jahr statt, der Welt inzwischen größte Tourismusmesse in Berlin: Die Internationale Tourismus Börse – ITB. Sie ist der Branchentreff schlechthin, sie ist Diskussionsforum und sie ist eine Messe mit Umsatzzahlen im Milliardenbereich.

Wir berichten, direkt und zeitnah aus Berlin, in Ton, Text und Bild, eben ttb-media.

Das Jubiläum – 50 Jahre ITB

Horst Schwartz: Reisejournalist und Blogger - Foto: privat

Horst Schwartz: Reisejournalist und Blogger – Foto: privat

Bereits vor Beginn der Messe wurde gefeiert und wir stimmen ins Jubiläum ein. Rüdiger Edelmann schaut auf 34 ITBs zurück. Unser Gesprächspartner Horst Schwartz auf 44 von 50 Messen. Bei seiner ersten ITB war er Redakteur von „test“ und Stiftung Warentest. Danach arbeitete er bis heute als freier Reisejournalist.  – Hier ist ein unterhaltsamer Rückblick auf die ersten Jahre und die Veränderungen zur weltgrößten Reisemesse. Da ist die Rede von demolierten Messeständen, vom nicht ganz aus der Luft gegriffenen „Spitznamen“ der ITB, von sich ändernden Zeiten und Belastungen und von der Bedeutung der größten Reisemesse der Welt. Der Zukunft geschuldet berichtet Horst Schwartz auch von seinem ganz persönlichen (Reise)blog: www.schwartzaufweiss.wordpress.com/

Der Urlaubssommer 2016 – Türkei im Minus

TUITerroranschläge und Massenflucht haben die Buchungsfreude der Deutschen offensichtlich geschwächt. Insbesondere ein Lieblingsziel hat es dabei knüppeldick getroffen. Die Türkei weist bei den Reisemultis aktuell ein Buchungsminus von rund 40 Prozent aus. Das ist eine Zahl, die sich nicht so einfach wieder verbessern wird. – Aber wohin gehen die Reiseströme der Urlauber im kommenden Sommer? Türkei schwach, Tunesien fast vom Markt und Ägypten ebenfalls fast kein Thema. Die Gewinner scheinen dabei vollautomatisch festzustehen. Wir haben nachgefragt bei Deutschlands Reisemulti TUI.

Pressesprecher Mario Köpers gibt hier Antworten auf die Frage, was man wann, wie und wohin buchen kann.

Gloria-Verde-Resort_Acik-Havuz-2Die türkische Sicht der Dinge zeugt von Zweckoptimismus. Aber auch selbstkritische Töne sind zu hören, beim Blick auf die Gesamtsituation. Mutlu Sagsözlü ist Marketingchef der erfolgreichen Gloria-Hotels in Belek. Auch er spricht von einer heftigen Krise und arbeitet relativ entspannt die Fehler heraus, die seine Mitbewerber gemacht haben. Warum die Gloria Hotels besser da stehen, hat er uns im Gespräch erklärt.

Nach dem Abschalten des Mikrofons bekam dann auch die deutsche Reiseindustrie ihr Fett weg. – Man sei sich zwar einig, dass eine Imagekampagne her müsse, um den Menschen wieder Zutrauen und Vertrauen in die Türkei als Urlaubsziel zu vermitteln. Bezahlen aber sollte das nicht die türkische Regierung, sondern die internationalen Reisemultis, die das Hauptgeschäft machten.

Der Trend geht zurück nach Mitteleuropa

Das sagen einige Veranstalter und Fachleute. Die Unsicherheit der Menschen mit Reiselust führt verstärkt zum Urlaub im eigenen Land. Und sie führt zu Zielen, die Teil des mitteleuropäischen Kontinents sind. Das sagt Thorsten Haase, Geschäftsführer des Wander- und Radreiseveranstalters „Die Landpartie“ und verweist auf die bisherigen Buchungserfahrungen.

Das ist ein Grund mehr auf der Messe die nahen Ziele aufzuspüren und nachzufragen, ob das stimmt. Zweifelsfrei wird sich die Zahl der Deutschen, die in der Saison 2016 Urlaub im eigenen Land machen werden, markant erhöhen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Deutschlandurlaub schon immer einen hohen Stellenwert hatte.

Allergikerfreundliche Urlaubsziele und -kommunen

…sind zwar keine Neuerfindung, aber der Zusammenschluss von allergikerfreundlichen Ferienorten und -regionen in Deutschland wird zum ersten Mal auf der Messe vorgestellt. Der Zusammenschluss von einer wachsenden Zahl von Urlaubsorten mit dem Deutschen Heilbäderverband soll jetzt durchstarten. Wir haben mit Anja Bode, der Projektleiterin der Initiative gesprochen und klären unter Anderem, warum solche Angebote so wichtig geworden sind.

Informationen zur Initiative gibt es auf den Internetseiten von ecarf. Das neue Buchungsportal „allergikerfreundlich.de“ bietet die Chance, die Ferien gleich zu buchen.

Die Links:ecarf-logo_300dpilogo-allergikerfreundlich

 

 

 

Usedom

Usedom

Deutschlandziele liegen im Trend.

Eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen ist die zweitgrößte deutsche Insel und gleichzeitig die östlichste, die die Bundesrepublik zu bieten hat. Usedom gehört seit vielen Jahren zu den Topzielen an der Ostsee. – Jetzt haben sich die Touristorganisationen entlang der deutschen Ostseeküste von Fehmarn im Norden bis Usedom im Osten zusammengetan. Sie vermarkten das „Produkt“ Ostsee gemeinsam auf der Website www.deutscheostseekueste.de. – Das geschieht offensichtlich unter dem Aspekt, die interessierten aber noch unkundigen potentiellen Gäste mit der Gesamtregion vertraut zu machen und einen ersten Zugang zu bieten.

Mareike Klinkenberg

Mareike Klinkenberg

Selbstredend wird aber der Urlaub und die Buchung selber getrennt vermarktet und angeboten. Wir haben mit Usedom-Tourismus-Sprecherin Mareike Klinkenberg über diese Initiative geredet und natürlich auch über die Bemühungen Usedoms, ein Ganzjahresziel zu werden. Insbesondere Menschen, die mit Hund verreisen wollen, sollten hier gut zuhören, denn die Insel hat sich in Sachen „Ferien mit dem vierbeinigen Familienmitglied“ etwas einfallen lassen, das nachahmenswert wäre für viele Urlaubsregionen.

Weitere Informationen zu Usedom, dem Ganzjahresangebot und der „Hundeinitiative“ gibt es hier: logo_usedom

 

 

 

Ankers-Hoern-InterviewDie Zahl der Meerfreunde teilt sich in Deutschland ganz klar in zwei Fraktionen: Nordsee- und Ostseefans. Deshalb folgt hier jetzt noch ein ganz besonderer Urlaubstipp in Sachen Entspannung, „zur Ruhe kommen“ und weit weg sein. Der Weg führt uns auf eine Hallig. Es ist die größte dieser kleinen Inseln im schleswig-holsteinischen Wattenmeer: Langeness. Dort findet man mit dem „Ankers-Hörn“ das einzige Vier-Sterne-Hotel auf einer Hallig. Das erregt Interesse. Also haben wir Vertreterinnen des Hotels auf der ITB gesucht und gefunden. Ute Rieger und Kathrin Höhne machen Lust auf die Entspannung der anderen Art.

Das Urlaubsangebot macht neugierig und wir werden es bestimmt ausprobieren, um bei Gelegenheit zu berichten, was Ankers-Hörn und die vermeintliche Einsamkeit mit einem macht.

Information: ankers-hoern-logo

 

 

Hotel Ankers Hörn

Hotel Ankers Hörn

Radel mit "Die Landpartie"

Radel mit „Die Landpartie“

Bevor wir in der nächsten Ausgabe übers deutsche Binnenland berichten und dabei auf das Natur- und Geschichtsziel Thüringen zu sprechen kommen, wird es noch einen Aktivtipp geben. „Die Landpartie“ ist ein Spezialveranstalter für Wander- und insbesondere Radreisen. Geschäftsführer Thorsten Haase hat schon den Trend zur Nähe genannt, wobei er Nähe dann, bei genauem Nachfragen, etwas weiter definiert. Aktive Radreisen mit „Rundum-Sorglos-Paket“ sind seit Jahren gefragt. Er hat uns erklärt, warum das so ist und welche Philosophie hinter den Radreisen der Landpartie steckt.

Neben neuen Touren, u.a. durch Serbien, Rumänien und Bulgarien zum Donaudelta, sind auf der „technischen“ Seite die E-Bikes voll im Trend.

Information: dielandpartie_logo

 

In  der nächsten Ausgabe des Reiseradios geht es weiter mit der ITB-Nachlese. Wir besuchen Thüringen und schauen auf unser zweites Hauptthema, den USA-Urlaub.

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD / Gloria-Hotels / Messe Berlin / Usedom-Tourismus / Hotel „Ankers Hörn“ / Die Landpartie-Radreisen

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DRR44 „Big Things happen here“ – Dallas hat aufgerüstet

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Wer in die USA fliegt, den erwartet sehr oft sehr viel Großes. Und wer nach Texas reist, der bekommt das Allergrößte, sagte schon vor vielen Jahren die Deutsche Bierwerbung. So führt uns der Weg in Texas Metropole Dallas über Flensburg. Was sich dahinter verbirgt ist in unserer Reiseradioshow zu hören:

dallas_gilley-ssign_creditdcvbEs mag ja wie ein Treppenwitz klingen, wenn ausgerechnet jetzt, die texanische Metropole Dallas mit dem Werbeslogan: „BIG THINGS HAPPEN HERE“ daher kommt. – Dabei war ich bei meinem letzten Besuch vor rund 15 Jahren ziemlich enttäuscht von Downtown Dallas. – Da magst Du sogar rechthaben, betont Mark D. Thompson, Vice President Tourism von Dallas, in unserem Interview. Er sagt: „Die Stadt ist heute ein völlig anderer Ort als vor 15 Jahren, ehrlich gesagt, sogar als vor 5 Jahren. Dafür gibt’s entscheidende Gründe: Mehr Attraktionen in der der Stadt, die kulinarische Szene von Dallas ist regelrecht explodiert und bietet eine absolut internationale Küche. Dann sind da die Museen, der Kunstbezirk ist der Größte der ganzen Nation. Es ist einfach Alles neu, Alles sieht gut aus und die Unterhaltungsmöglichkeiten sind unerschöpflich. Der Arts District ist mein absoluter Favorit und hat vor 15 Jahren noch gar nicht existiert. Die Architektur dort ist atemberaubend. Und die Theater bieten einmalige Inszenierungen. Dazu kommen Kunstausstellungen und Galerien. Und in diesem Stadtviertel gibt es Restaurants ohne Ende. Und das passierte in den letzten 15 Jahren auch weil zehntausende Menschen wieder aus den Außenbezirken ins Stadtzentrum zurückgezogen sind. Die Stadt hat wieder Lebensqualität, ein gutes Verkehrssystem. Lass es mich so sagen: Das Lebensgefühl ist etwas europäischer geworden. Dallas kann wieder zu Fuß erobert werden, gleich ob Reunion Tower mit einem phantastischen Blick auf die Skyline. Er bietet eine tolle Aussicht. Das lässt sich prima mit der SPACE NEEDLE von Seattle vergleichen. Und die beleuchtete Skyline am Abend, das ist „UNSER MOND ÜBER DER PRAIRIE“. – Na ja und zu guter Letzt muss man auch übers Shopping reden. Dallas ist die Einkaufsstadt Nummer 2 hinter New York, mit dem gleichen Angebot, und einem Bruchteil des Preises.“

Das liest sich wie ein Werbeprospekt. Zugegeben ich war noch nicht wieder dort, aber die Bilder und Filme, die ich gesehen habe, sprechen ihre ganz eigene Sprache. Da purzeln die „Big Things“ geradezu aus dem Bildschirm. Städtereisen nach Dallas gibt’s im Reisebüro. Natürlich sollte man auch die Partnerstadt Fort Worth einbeziehen und eventuell danach noch ein paar Tage auf einer Ranch zubringen. Hinfliegen ist einfach. Es gibt Non-Stop Verbindungen mit Lufthansa und American Airlines. Der angekündigte Flug von Air Berlin nach Dallas liegt im Moment auf Eis, aber eventuell klappt das ja auch noch – irgendwann.

Bleibt nur die Frage nach dem Gigantismus und dem vermeintlichen Größenwahn, der den Texanern ja angeblich eigen ist. Wir schauen zurück auf die Bierreklame aus Flensburg und stellen gleichzeitig fest: Der Texaner hat etwas „Bayerisches“ an sich. –

Also: Sind die Texaner die Bayern der USA? – Hier ist die Antwort im Original:

Und dann ist da noch die Sache mit dem Sport. Hier ist das Angebot schier unerschöpflich und ausgerechnet ein Deutscher zählt zu den großen Sportstars von Dallas. Da freut sich auch Marc Thompson und sagt: Dirk Novitzki ist eben der Star der Dallas Mavericks. Wer hier ist muss ein Spiel mit ihm gesehen haben. Darüber hinaus ist er inzwischen zum Botschafter der Stadt geworden und das weltweit. Und auch ein Botschafter Deutschlands in Texas. Seine Auftritte finden mitten in Dallas statt. Dort spielt auch unser Hockey Team. Und dann gibt’s da noch das „kleine unbedeutende“ Team der DALLAS COWBOYS. Die Jungs sind weltweit berühmt. Man hat gerade ihnen grade für eineinhalb Milliarden Dollar ein neues Stadion gebaut. Musst Du gesehen haben, inklusive Kunstsammlung im Stadion. Dann haben wir noch die TEXAS RANGERS mit Baseball und den FC Dallas. Die spielen Soccer, das was Ihr Fußball nennt.“

Gigantisches Stadion: "Dallas Cowboys Home"

Gigantisches Stadion: „Dallas Cowboys Home“

Was lehrt das? Dallas könnte, sollte, müsste eigentlich mal wieder auf den Reiseplan. Wir werden berichten, wenn wir dort waren.

Information:LOGO

 

 

 

Fotos & Video:  (c) Dallas Convention & Visitors Bureau

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AMI Sunset

DRR43 Ferienhaus in Florida? – Make your own Paradise

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NEU!!! – Diesmal zweisprachig-Deutsch und Englisch – This edition is produced in German and English language – NEW!!! – LISTEN TO IT – REINHÖREN LOHNT

Entspannung im Garten - Relaxing Backyard

Entspannung im Garten – Relaxing Backyard

Ja, wenn draußen Graupelschauer vom Himmel fallen, dann träume ich schon vom letzten Trip in die Sonne. Selbstgebucht, selbstbezahlt, kein Rabatt, also garantiert frei vom Einfluss der touristischen Geschäftswelt. Auf Anna Maria Island, Florida gibt es so gut wie keine größeren Hotels. Wer aber, wie wir – beschließt über den Nationalfeiertag Thanksgiving auf die Insel zu wollen kriegt auf den ersten Blick ein Problem: Erstens, die Zimmer sind überteuert. Zweitens: Man kriegt sie trotzdem nicht mehr, denn sie sind ausgebucht. Und so kamen wir auf Ferienhäuser. – Ja es gibt auch Apartmentanlagen, aber so ein Minihaus für sich, das hats. Zumal wenn es komplett und stylisch ausgestattet ist, mitten in einem privaten Wohnviertel liegt und sogar einen privaten Swimmingpool im tropischen Gärtchen besitzt. – Was gilt es zu beachten? – Wie findet man das Richtige. Wir haben nachgefragt bei unserer Vermietungsagentur.

Paradies, gesucht-gefunden – Die Reiseradioshow in deutscher Sprache:

Beachbird

Beachbird

German Travelradios newest edition and when I look outside my window, I see coming down a mixture of rain and snow. It’s the right time to dream about our last vacation under the sun of Floridas Anna Maria Island. There is one fact about Anna Maria you have to keep in mind. On one hand you don’t have a lot of big hotels, which is great. But if you decide to fly in for a vacation, maybe over Thanksgiving you might get a problem with accommodation. This in mind we decided to rent a Vacation Home. Of course you are going to find, apartment resorts, but to be honest. Didn’t you like your vacation home much more, if you rent one in a more private neighbourhood equipped with a tropical garden, grill and a private pool? We did and so we rented our own private ONE Bedroom Home. Background information about Vacation Rentals on Anna Maria Island.

Make Your own paradise – The Travelradio-Show in English:

Bier im Pool - das geht nur ganz privat

Bier im Pool – das geht nur ganz privat

Sitting in our private pool, having a beer, I thought over the amount of 2.300 Dollars for 14 Nights in November. If you compare the price of 250 Dollars for a nice Hotelroom per night at that time of the year, we were saving more than 1000 Dollars while having more comfort and more space than in a hotel room. Im Pool, beim Dosenbier, teile ich  meine 2.300 Dollar durch 4 um unseren Wochenpreis pro Person rauszufinden. Bei Zimmerpreisen von 250 Dollar pro Nacht über den Feiertag, war das für 14 Tage eine Einsparung von über 1000 Dollar, bei mehr Platz und mehr Ruhe als im Hotel. Und wer darf sich in USA schon öffentlich mit einer Bierdose in den Swimmingpool setzen.

Meeting Mia (l.) and Thea(r.) Popeia

Meeting Mia (l.) and Thea(r.) Popeia

Nachgefragt bei unserer Vermietungsagentur „Anna Maria Vacations“ und deren Marketing und Guest Services Manager Mia and Thea Popeia mit reichlich Tipps für deutsche Urlauber. Über AirBnB als Konkurrenz für Agenturen haben wir auch gesprochen. – It was a nice talk with a lot of information especially for German visitors. – The interviewpartners of „Anna Maria Vacations“, Mia and Thea Popeia. Marketing and Guest Relations Managers. Und auch das Thema AirBnB als Konkurrenz für Agenturen haben wir angesprochen. We even talked about the problems with AirBnB for Rental Agencies.

Information:   anna-maria-vacation-rentals

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann und Petra Hartmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

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Condor-60_Jahre

DRR42 60 Jahre Ferienflug, 60 Jahre Condor – Teil 1: Nostalgie

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Mit zunehmendem Alter schrumpft die Relation zum Geschehen über die Jahrzehnte. Wie, schon 60 Jahre gibt’s die Condor? Manch einem mag das vorkommen, als sei es gerade vor ein paar Jahren gewesen. Dies verdeutlicht auch, welchen rasanten Weg, der Tourismus und damit auch die Fliegerei, genommen hat.

Die Condor-Nostalgie fürs Ohr:

Mit Pilgern ins Heilige Land. Condor-Erstflug am 29.03.1956 - Foto: Condor

Mit Pilgern ins Heilige Land. Condor-Erstflug am 29.03.1956 – Foto: Condor

In einem ersten Teil zur Geschichte einer Airline, die wie kaum eine andere, für die Historie und die Entwicklung des deutschen Massentourismus steht, zeichnen wir ein nostalgisch anmutendes Bild. Denn Vieles, was heute selbstverständlich ist, war Pioniergeist einiger liebenswert Verrückter, die eine Vision hatten und einfach mal anfingen. – 10 Jahre dauerte es, nach dem Ende des 2. Weltkriegs, bis Deutschland seine Lufthoheit zurückbekam. 1955 war es dann soweit. Die ersten deutschen Flugzeuge hoben wieder ab. Im Liniendienst der wieder erweckten Lufthansa und im Flugbedarfsverkehr, wie das so schön hieß, bei der LTU in Düsseldorf und bei der Neugründung „DEUTSCHER FLUGDIENST“ (Flugnummer-Abkürzung DF)in Frankfurt. Die Condor stützt sich, was ihr Jubiläum betrifft, auf diesen Vorläufer und einen Pilgerflug für amerikanische Touristen ins Heilige Land. Das war exakt am 29. März 1956. Mallorca und Teneriffa folgten unmittelbar danach.

Die 1960er Jahre: Unterwegs mit der Boeing 727 - Foto: Condor

Die 1960er Jahre: Unterwegs mit der Boeing 727 – Foto: Condor

Hier liefern wir Töne einiger „Pioniere der Praxis“.

Klaus-Dietmar Kesper, Touristiker der ersten Stunde mit Nähe zur LTU,

Charly Best, einer der ersten Flugkapitäne des Deutschen Flugdienstes und Chef auf dem ersten Flugmuster bei DF, der „Vickers Viking“,

Margitta Weber, Stewardess in den späten 50er und frühen 60er Jahren (in der Zeit, in der man noch Stewardess sagen durfte),

Torsten Pietkiewicz, Condor-Pilot in den 90ern mit Hang zum gleichen Job, den ich so geliebt habe und immer noch liebe. Er war Moderator bei SR1-Europawelle Saar und damit 1994 zum Gesprächspartner prädestiniert.

Stolz der historischen Flotte: Boeing 747-200 - Foto: Condor

Stolz der historischen Flotte: Boeing 747-200 – Foto: Condor

Sie werden es merken: In den Tönen ist von „40 Jahren“ die Rede und wie selbstverständlich von der D-Mark. Die Pioniere saßen zwischen 1988 und 1992 vor meinem Mikrofon. Das Gespräch mit Torsten Pietkewicz schließlich entstand 1996 zum 40sten Jubiläum der Condor.   In dieser Zeit waren Maschinen wie die DC10 auf der Lang- und Airbusse vom Typ A 300 und 310 auf Kurz- und Mittelstrecken für die Condor im Einsatz. Die Welt war vermeintlich noch in Ordnung. Unter dem Dach der Lufthansa schaute man in eine rosige Zukunft. Das wurde aber ganz anders und damit bewegen wir uns auf Zeiten des Schlingerns zu. Aufteilung der Condor zwischen Neckermann/Karstadt und LH, schließlich die Überleitung in den Thomas Cook Konzern, vorübergehende Reduzierung des Namens, nach schon zwei Jahren Auferstehung der Condor, weil das mit Thomas Cook Airlines auf dem Markt nicht so recht klappen wollte.

Das ist die turbulente Geschichte der ersten 40 Jahre. Die der letzten 20 Jahre wird Thema in einer weiteren Ausgabe zum tatsächlichen Jubiläum Ende März.

Unsere Fortsetzung erscheint übrigens erst Ende Mai. Das liegt am Termindruck einiger Gesprächspartner. Aber sie kommt!

Fotos: Condor

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CMT-Panorama-Halle1

DRR41 Camping ohne Grenzen auf der CMT – Porträt VDRJ-Ehrenpreisträger Horst Rahe

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Diesmal wartet gewissermaßen eine Doppelausgabe auf Sie. Zur Zeit und noch bis zum 24. Januar findet auf dem Messegelände Stuttgart die „CMT – Caravan-Mobilität-Touristik“ statt. Sie ist, nach der ITB,  die zweitgrößte deutsche Reise- und Tourismusmesse. Eindeutiger Schwerpunkt der 10 Messetage ist der Bereich Caravan, Reisemobile und Camping. – Diesem Thema gehen wir in der heutigen Reiseradioshow ausführlich nach. – Darüberhinaus vergab die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten ihren Ehrenpreis 2016 an Konsul Horst Rahe. Ein ausführliches Interview mit dem „Erfinder“ der Marke Aida und dem „Revolutionär“ verschiedener touristischer Marken finden Sie weiter unten.

Hier zunächst die CMT-Reiseradioshow rund um Camping und Alles, was dazugehört:

CMT-Messegelände Stuttgart

CMT-Messegelände Stuttgart

Mehr als ein Viertel der Ausstellungsfläche der „CMT“ widmet sich dem Thema Camping und mobile Ferien. Die Palette reicht von einer fast unüberschaubar großen Zahl von Caravans und Reisemobilen, aller großen und mittleren Hersteller auf dem deutschen Markt, über Zubehör bis zu Wohnmobilvermietern und natürlich dem großen touristischen Angebot für die Zielgruppe. Selbstverständlich finden sich auch zahlreiche Ferien- und Urlaubsangebote von Deutschland über, Spanien, Italien, Dänemark bis zu Fernzielen wie Indien, USA und einigen mehr.

Camping-Leistungsschau auf der CMT in Stuttgart

Camping-Leistungsschau auf der CMT in Stuttgart

Wir haben und in dieser Ausgabe dem Camping gewidmet. Es gibt Antworten von „Bürstner“-Centermanager Wilfried Leupolz auf die dringenden Fragen aller Einsteiger, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Caravan oder ein Reisemobil zu kaufen (ab Minute 3). Wir haben uns umgehört beim großen Wohnmobilhersteller Hymer. Marketingchef Andreas Ortlieb stellt die aktuellen Innovationen der Traditionsmarke vor (ab Minute 14’30“). Wir haben uns von Wohnmobilfan und -fachmann Lothar Schleinkofer erklären lassen, was das ideale Ferienmobil für zwei Personen ausmacht (ab Minute 20). Er hat zusammen mit Ehefrau Heidi eine ganz eigene und neue Ausstattung geplant, die von Hymer umgesetzt wurde. Dabei scheuten sich die Beiden auch nicht, Altes über Bord zu werfen und neue Wege zu beschreiten. Das „Luxusmobil“ mit Namen „Duomobil“ wurde von Hymer nicht nur realisiert, sondern wird jetzt sehr erfolgreich vermarktet. – Letztlich haben wir mit Jan Bartel, dem Geschäftsführer des Startup-Unternehmens „SHAREaCAMPER“ gesprochen (ab Minute 39’30“). Er erklärt uns seine Idee von der privaten Ferienmobilvermittlung nach dem Prinzip von „AirBnB“.

Selbstverständlich haben wir auch die touristischen Angebote für Camper gecheckt und stellen beispielhaft, das Campingprodukt unseres nördlichen Nachbarn Dänemark vor (ab Minute 30) und sprechen mit dem Chef eines ausgefallenen Campingplatzes auf der dänischen Insel Moen (ab Minute 35’30“). Last but not Least berichten über einen Campingplatz in Bad Füssing, der es ermöglicht, Wellness und Kuranwendungen direkt auf dem Gelände des Platzes wahrzunehmen (ab Minute 27). Schwimmbad und Sauna sind im günstigen Preis von 39 Euro für Stellplatz inkl. 2 Personen schon mit drin und eine Badeärztin steht den Gästen ebenfalls auf dem Platz zur Verfügung.

Im zweiten Teil unseres heutigen Reiseradios hören Sie ein Porträt des touristischen Innovators, Senator E.h. und Konsul Horst Rahe. Ihm hat die deutsche Reiselandschaft Produkte wie AIDA, A-ROSA und A-JA zu verdanken. ER hat damit das Produkt Kreuzfahrt auf dem europäischen Markt revolutioniert, mit A-ROSA das Produkt Flusskreuzfahrten grundlegend verändert und mit den A-ROSA Hotels neue Wege in der gehobenen Hotellerie beschritten. Mit den A-JA Hotels schließlich, hatte er sich vorgenommen, gehobenen Wellnessurlaub auf Vier-Sterne-Basis für fast Jedermann bezahlbar zu machen.

Hören Sie hier ein ausführliches Gespräch mit Horst Rahe, dem „König“ der AIDA:

Horst Rahe - Foto: Deutsche Seereederei

Horst Rahe – Foto: Deutsche Seereederei

Es wartet das Gespräch mit einem Mann, der mit 76 Jahren, immer noch mit Leib und Seele Unternehmer ist. Er hat aus dem Treuhand-Kauf der Deutschen Seereederei, Anfang der 90er Jahre, die Innovation der Deutschen Kreuzfahrt entwickelt. Es gelang ihm ein innovatives Hotelkonzept für den preiswerten Wellnessurlaub zu entwickeln. Oft wurde er im Vorfeld belächelt, der, bei allen fantastischen Träumen, klar und rational handelnde Rahe, hat die Zweifler immer eines Besseren belehrt. Diese Ideen hindert ihn nicht, gleichzeitig Eigentümer zweier Luxushotels zu sein und mit einer weiteren Luxus-Hotelkette auch finanzkräftige Gäste anzuziehen. – Und dann gibt es noch den kulturorientierten Horst Rahe. Er ist Mitbegründer der „Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern“, Unterstützer der Elbphilharmonie in Hamburg und hat eine äußerst erfolgreiche Stiftung zur Unterstützung talentierter Musiker ins Leben gerufen. Seine Credo dabei: Eigentum verpflichtet! – Auch sein jüngstes Projekt, das im nächsten Jahr realisiert werden soll, wird wieder bahnbrechend sein. Sie erfahren davon in unserem persönlichen Gespräch mit Horst Rahe.

logo-hymer180px-Buerstner.svgInformation: visitdenmark-logo

 

 

CMT-Logo

 

 

Weitere Links – 

SHAREaCAMPER    

Kurcamping Bad Füssing     

Dark Sky Camping, Insel Moen

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD, Deutsche Seereederei

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