DRR70 – ITB-3 USA-Einsichten

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Einsichten nicht Einsicht

Nein, von Einsichtigkeit ist bei all den Stellen, die in den letzten Monaten Einreise und Tourismus behinderten nicht die Rede. Auch die amerikanischen Touristiker die Anfang des Monats zur ITB in Berlin weilten, sind sich nicht sicher, ob und welche Auswirkungen das auf die US-Reiseindustrie hat. Es war an den Ausstellungsständen so etwas zu spüren, was man Prinzip Hoffnung nennen könnte. Von „Business as usual“ war man nichtsdestotrotz meilenweit entfernt. Immerhin, einige deutsche Reiseveranstalter belegen mit ihren Zahlen, dass das Amerika-Geschäft bisher noch nicht zurück gegangen ist.

Buchungen im grünen Bereich

Keine Einbrüche

Tilo Krause-Dünow, Canusa-Reisen

Auch wenn Tilo Krause-Dünow im DRR-Interview aus Ausgabe 68 bestätigt, es gäbe bisher keine Buchungseinbrüche, registrieren er und andere Veranstalter den Canada“hype“. Es bleibt also abzuwarten. Eventuell stimmt es ja wirklich, dass es beim Reisen durch die Staaten unterm Strich ziemlich „schnurz“ ist, welcher Präsident da im Weißen Haus sitzt. Aber auch das wird sich erst im Lauf des Jahres herausstellen. Es bleibt den US-Touristikern und den Verkäufern in Deutschland ohnehin nichts Anderes übrig, als abzuwarten, wie sich der Markt in diesem Jahr verhält. Das Prinzip Hoffnung ist aber bisher durchaus zurecht vorhanden. Natürlich hängt die Reiselust auch immer von aktuellen Geschehnissen in der Welt ab. Nur ein Anschlag oder eine seltsame Einreiseregel, kann heute eine feste Größe an Buchungen in Windeseile zunichte machen.

Tennessee setzt auf Elvis

Generell ist das ja immer so. In diesem Jahr aber steht der 40. Todestag von Elvis Presley an. Dementsprechend setzt man in Graceland und Memphis auf die Legende. Neues gibt’s jedenfalls reichlich, bestätigte uns Wolfgang Streitbörger, touristischer Vertreter von Tennessee in Deutschland.

Elvis lebt...

Graceland - Memphis, TN

Count on Elvis

You might say, nothing new. But in 2017 Memphis and Graceland are commemorating the 40th year Elvis Presley passed away. An „Elvis Week“ is waiting to welcome Fans from all over the world. Wolfgang Streitboerger, representing Tennessee Tourism in Germany gave us the information about all new things happening in Graceland this year. The brandnew „Welcome Center“ already opened.

New Visitors Center mit Shop in Graceland

New Orleans - Jazz liegt in der Luft

Als Geburtsort des Jazz ist New Orleans weltweit bekannt. Die Stadt am Mississippi-Delta ist lebendiger denn je, wenngleich auch harte Jahre hinter der Stadt liegen. Man hat sich inzwischen vom „Kathrina-Schock“ erholt und präsentiert eine Stadt, die mehr zu bieten als als je zuvor. Neben dem „French-Quarter“ sind es inzwischen auch andere Stadtteile, die Touristen anziehen. Wir haben mit Laren Cason, Director Marketing und Communications des New Orleans CVB gesprochen

New Orleans die deutsche Fassung

New Orleans - More Jazz, new Life

New Orleans, worldwide known as the birthplace of Jazz is more alive than ever before. The tough times after Hurricane Kathrina are 13 years ago know. Since then, the city near the Mississippi-Delta came back to life. The number of Restaurants doubeled, there are new Hotels, there is a new airport opening in 2018 and although the French-Quarter ist still the Crownjuwel of New Orleans, there are a lot of neighborhoods which represent new tourism attractions and „N’awlins-Feeling“. We were talking with Laren Cason, Director Marketing und Communications of New Orleans CVB.

New Orleans - english Version

Rock’n-Roll is back in Alabama

Es gibt immer noch kleine Geheimnisse rund um die Musik, die gerade im Süden der USA eine so große Rolle spielt. Muscle Shoals ist so ein Geheimtipp für Alle, die eine enge Beziehung zur Musik der 1960er und 70er Jahre haben. In dem kleinen Örtchen schlug damals, tontechnisch, das Herz des Soul, des Rockn-Roll und des Blues. Die Tonstudios waren so berühmt, dass neben Aretha Franklin und vielen amerikanischen Stars sogar die Rolling Stones den Weg ins dortige Studio fanden. Jetzt ist das größte der Soundfabriken renoviert worden. Wir werden noch einmal ausführlicher berichten, wollen diesen Tipp aber nicht so lange für uns behalten. Grey Brennan, vom Alabama Tourism Department machte uns Geschmack.

Muscle Shoals - deutsch

„Sweet Music-Home Muscle Shoals“

Maybe it’s a main attraction for american tourists touring Alabama. For international visitors it’s still a well kept secret. Muscle Shoals, Sound City oft he 60ties is back on the map. The studio were Aretha Frankling recorded and the Rolling Stones produced hits like „Brown Sugar“ reopened a few weeks ago. Redecorated in 60ties-Style, and equipped with modern digital sound-technique, is a must for all fans of Soulmusic, R&B, and R&R of course. – We got the first impression what is going on in Muscle Shoals from Grey Brennan of Alabama Tourism Department.

Muscle Shoals - english

American Revolution – Nie gehört?

Die Begrifflichkeit ist eher verwirrend, denn eigentlich müsste man vom Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten reden. Ein neues Museum soll jetzt etwas mehr Licht ins Dunkel bringen. Das „Museum of American Revolution“ eröffnet am 19. April 2017 in der Stadt, die für sich in Anspruch nimmt, der Geburtsort der Vereinigten Staaten zu sein. Jetzt wird man dem Attribut einmal mehr gerecht. Erste Infos zum neuen Museum bekamen wir von Ann Tok, der Managerin für „International Communications“ des Philadelphia CVB. Über die LOVE-City haben wir ebenfalls gesprochen, Logo im Frühling!

Philadelphia - deutsch

American Revolution – Phillys newest Museumsjuwel

The „Museum of American Revolution“ opens on April 19 and presents an important part of American History, beside „the War“ in the 19th century. We are talking about the war of independence in during the 18th century, which ended up with the decleration of independence. From that point of view it’s more than clear, that this museum has to be based in Philadelphia. Ann Tok, International Communications Manager of Philadelphia CVB provided the first facts about this museum to us.

Philadelphia - english

Shamu neu aufbereitet

Seaworld war ins Gerede gekommen. Nach den getöteten Tiertrainern musste Seaworld gegensteuern. Zu sehr war der Wasserpark wegen seiner Killerwalshows ins Gerede gekommen. Jetzt gibt es eine neue Ausrichtung. Wir haben mit Norbert Simon, dem Seaworld Repräsentanten in Deutschland gesprochen.

Eine Chance für Seaworld?

Neues Konzept kommt zuerst nach San Diego

             

Fotos:

Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD, Visit Philadelphia, Alabama Tourism, Tennessee Tourism, Visit USA  

DRR69 – Von „Mäusen“ und Menschen (ITB-Teil 2)

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Gewinner und Verlierer - Der Reisesommer 2017

Seit dem Krisensommer 2016 hat sich Einiges verändert. Da gab es mit Spanien, den Gewinner und mit der Türkei den Verlierer schlechthin im Geschäft der Reisekonzerne. Aber irgendwie relativierte sich Vieles, zumindest in den Bilanzen der Tourismusmultis. Aber, wenn am Ende die Zahlen stimmen, heißt das nicht, dass die touristische Welt wieder schön und bunt ist. Das hat sich auf der ITB 2017 auch ziemlich klar herausgestellt. So wie sich die Buchungstrends abzeichnen wird die Türkei wird auch im Sommer 17 nicht auf der Favoritenliste von Urlaubern stehen. Das ist gut so, wenn es um die Türkei und ihre Staatspolitik geht. Vielleicht bewegt die wirtschaftliche Not, die Menschen dazu für Demokratie und Freiheit zu kämpfen und damit die internationale Gemeinschaft auch der Reisenden zurück zu bringen. Das wird dauern.

Überfall auf Porto Santo? Foto: Jorge Daniel Guimarães (Creative Commons-Wikipedia)

Die alten, neuen Ziele freut es, standen sie doch in den letzten Jahren eher im Schatten. Da wird wohl in den nächsten Monaten am Teutonengrill in Rimini, an der Algarve, in Kroatien oder in Bulgarien der eine oder andere Investitionsstau in Angriff genommen werden. Was der Türken Leid ist, wird so schnell zur Hoffnungsperspektive von Italienern, Bulgaren und Portugiesen. Wie aber wird es perspektivisch wirklich weitergehen? Sind diese Länder Lückenbüßer und dürfen sich jetzt wieder eine etwas größere Scheibe vom Kuchen abschneiden? Am Beispiel Portugal und dort insbesondere Madeira und die Schwesterinsel Porto Santo wird deutlich, welche Gefahren das birgt, verbunden mit der Frage, ob sich die neuen Chancen dauerhaft als trügerisch erweisen.

Porto Santo, Madeira und die Sache mit der Hoffnung

Der erzeugte Boom

Den Hoffenden wird es nichts nutzen, wenn sie investiert haben und die Veranstalter das nächste Ziel (zurück-)erobern, weil der Wind wieder einmal gedreht hat. Selbst weitschauende Planung wird auf die Seite gelegt, wenn der Multi mit den großen Scheinen winkt. Ein fataler Fehler. Vermutlich wird er einmal mehr gemacht.

Gewinner

Da sind die Kreuzfahrten zu nennen. Die Terrorangst geht imagetechnisch ganz offenbar nicht an Bord. Zwei Millionen deutsche Passagiere sprechen eine eindeutige Sprache. Beim Standard-Badeurlaub ist fast schon zwangsläufig Spanien gut dabei. Interessanterweise schwächelt Mallorca, was, nach Meinung einiger Veranstalter angeblich an den erheblich gestiegenen Hotelpreisen liegt. Das Geschäft im letzten Jahr lief dort gar zu gut, jetzt haben wohl einige Hoteliers die Preisschraube etwas zu stark angezogen.

Hellas im Glück?

Hellas in Echt - Palekastro-Kreta

Griechenland wird überall als Renner 2017 genannt. Das ist dann für die dortige Wirtschaft gut, wenn Teile des Geldes auch wirklich im Land bleiben. Wer ein gutes Gewissen haben will, bucht eine Ferienwohnung oder Übernachtung mit Frühstück und lässt mit Ausflügen, Taverna-Besuchen und weiteren Ausgaben auch etwas mehr Geld bei den Griechen. All-Inclusive hilft hier ökonomisch nur bedingt. Ganz davon abgesehen, dass ein Griechenlandurlaub nur griechisch wird, wenn man die "heiligen Hallen" der Strandresorts auch mal wirklich verlässt.

Fernreisen

Auf der Suche nach der Freiheit - DRR-Interview mit Ann Tok (PHL - CVB)

Bei Fernreisen bleiben die USA und Südostasien an der Spitze der Sehnsüchte. Immerhin weist die jährliche Reiseanalyse für den asiatischen Raum einen Anteil von 23 Prozent der 5,3 Millionen Fernreisen im letzen Jahr aus. Nordamerika liegt dabei 21 Prozent. Buchungsflaute nicht vorhanden sagen die deutschen Spezialveranstalter, allerdings liegen nicht die USA, sondern explizit Canada im Reisetrend für den kommenden Sommer. Der sogenannte „Trump-Effekt“ sei aber nicht spürbar (höre das Interview mit Canusa-Reisen in DRR68). Der ITB- USA-Schwerpunkt folgt in der nächsten Ausgabe!!!  

Der echte Gewinner: Deutschland

Der Urlaub im eigenen Land wird immer mehr zum Favoriten. Der Trend scheint sich 2017 vermutlich sogar noch zu verstärken.

Mecklenburg-Vorpommern

Seebrücke Heringsdorf

Ganz oben auf der Favoritenliste für den Jahresurlaub stehen Mecklenburg-Vorpommern und die dortige Ostseeküste. Daran wird sich nicht viel ändern. Auch die skandalträchtige Landtagswahl im September letzten Jahres wird daran wohl nicht viel ändern. Wir haben aber nachgefragt auf Deutschlands östlichster Insel. Im Herbst war man zuversichtlich (höre DRR60), jetzt ist man sicher mit mehr als einem blauen Auge davon gekommen zu sein. So die Aussage von Karina Schulz, Usedoms neuer Pressefrau in Sachen Tourismus.
Das Interview:
Man fliegt auf/nach Usedom
Großer Renner sind offensichtlich die immer besser und zahlreicher werdenden Flugverbindungen zum Flughafen Heringsdorf. Düsseldorf, Frankfurt, Dortmund, Stuttgart stehen auf dem Flugplan. Von Österreich aus gibt es eine neue Verbindung aus Linz und aus der Schweiz kann man von Basel und Bern aus Richtung Ostsee fliegen. Von Freitag bis Sonntag ist Flugbetrieb mit Eurowings, Lufthansa, Germania, Austrian Airlines und Skywork. In der Woche bleibt es bei vergleichsweise himmlischer Ruhe in Heringsdorf.

Franken – Vielfältigkeit um die Ecke

Bamberg - Kultur in jeder Hinsicht

Bier, Wein, Kultur und Fahrrad sei Dank. Die Region Franken hat im letzten Jahr schon ein gutes Geschäft gemacht und gedenkt auch 2017 daran, sich ein ordentliches Stück aus dem Bayerischen Tourismuskuchen heraus zu schneiden. Jörg Hentschel vom Tourismusverband Franken hat uns Auskunft gegeben, zu Erfolgen, Randlagen und – wie viele deutsche Regionen – zum Projekt Reformationsjahr.
Das Interview:

Aktiv am Flussidyll - Das Lahntal

Aktiv an der Lahn

Der Lahntal Tourismusverband, der seit vielen Jahren bundeslandübergreifend arbeitet setzt ganz klar auf Aktivität. Da gibt es den „Vier-Sterne“-Lahntalradweg, den Lahntalwanderweg und natürlich den Fluss selber, der sich hervorragend mit dem Kanu erkunden lässt. Alles nicht brandneu, aber immer attraktiver, bestätigte uns Geschäftsführer Achim Girsig im DRR-Interview.
Das Interview:

Reformation

Was von DZT und Deutschem Tourismusverband in weiten Teilen des Landes beworben wird, ist das Reformationsjubiläum, das Luther-Jahr, das Gedenken an ein Ereignis, das die religiöse und politische Landschaft in Mitteleuropa vor 500 Jahren maßgeblich verändert hat. So besteht durchaus Hoffnung, dass insbesondere der jahrelang schwächelnde Tourismus in Sachsen-Anhalt voran kommt.

Moralisches

Reisen ist Erfahrung, ist Kennenlernen, ist Neues akzeptieren Reisen kann durchaus gelebte Toleranz  vermitteln. Dort wo Toleranz, Akzeptanz und Freiheit herrschen, dort sollten wir – gerade 2017 – unseren Urlaub verbringen.
Fotos
Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD, Jorge Daniel Guimarães, Tourismusverband Franken, Lahntal Tourismusverband
Infos
       

DRR68 ITB Berlin – Der Reisemarktplatz 2017 – 1

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Das Reisespektakel - Akt 51

Die Messe Berlin öffnete vom 8. bis 12 März ihre Tore für die weltgrößte Reisemesse, die Internationale Tourismusbörse. Auch in diesem Jahr war das Deutsche Reiseradio in Berlin um nach Trends suchen, Fragen stellen, Tipps holen und auch die eine oder andere Analyse liefern. Die Messehallen waren voll. Jeder verfügbare Winkel wurde an Aussteller vermietet. Nur "same procedure as every year" gab es 2017 nicht. Zu sehr wurde die Reiseindustrie im letzten Jahr gebeutelt, als dass man einfach mal so weitermachen könnte. Die Türkei, zum Beispiel, hat zwar eine ganze Messehalle gemietet, die Buchungen für das Land zwischen Sonnenschein und Ermächtigungsplänen liegt rund 50 Prozent unter den Zahlen der Vorjahre. - Griechenland, Spanien und vor allem auch Portugal frohlocken. Sie sind Reiseveranstalters "Darling" im bevorstehenden Reisesommer. Von der Türkei will man sich aber trotzdem nicht verabschieden. Vielleicht wird es ja "last Minute" doch noch etwas. Das Bild auf der ITB war trotzdem deutlich. Die Türkei präsentierte sich mit einer unendlich großen Ausstellungsfläche. Die dafür komplett gemietete Halle blieb war auffallend leer. - Politische Statements darf man von Konzernen, die ihr Geld mit dem Verkauf von Hotelbetten machen nicht erwarten. Noch nicht? Es wäre an der Zeit!

Deutschland vor...

Hoffnung Deutschland

Das Geschäft mit dem Urlaub im eigenen Land lief auch im letzten Jahr, dank Krisenstimmung und Terrorangst hervorragend. Im Sommer 2017 wird es vermutlich nicht anders sein. Man darf gespannt sein, welche Hoffnungen aus deutschen Landen nach Berlin getragen werden. - Auch hier haben wir uns umgetan und berichten in der nächsten Ausgabe, die bereits in den nächsten Tagen online gehen wird.

USA-Reisen: "Trumpelt" da jemand auf dem Erfolg herum?

Die USA zeigten sich nach der Präsidentschaftswahl weiter optimistisch. Die Vereinigten Staaten gehören nach wie vor zu den Traumzielen der Deutschen. Nur will es angeblich mit den Buchungen, einige Wochen nach Amtseinführung von Präsident Trump nicht so recht laufen?  Die Einreisebestimmungen und -verbote haben die Reiselust nicht unbedingt angefacht. Trotzdem sind die Spezialveranstalter zuversichtlich und sagen, dass es - trotz aller Unkenrufe - keine Buchungsrückgänge gibt. So bestätigte uns das auch Thilo Krause-Dünow von Canusa-Reisen:

Reiselust ungebrochen - sagen die Veranstalter

Rettung für den "Kleinen"?

       

Schauinsland und Sundair präsent in KSF

Dass der Hauptstadtflughafen BER nicht fertig wird scheint liebe Gewohnheit zu werden. Ein Airport, der pünktlich fertig wurde, schrieb von Anfang an rote Zahlen. In Kassel soll jetzt Alles anders werden. Dank "Schauinsland-Reisen" und deren Beteiligung am Neustart eines Ferienfliegers. Sundair bereitet sich auf eine erste Saison vor. Die Buchungen scheinen nicht schlecht zu laufen für die wöchentlich geplanten 13 Abflüge ab KSF - Kassel-Airport. Wir haben nachgefragt bei Airport-Sprecherin Natascha Zemmin.

Grünes Licht und gute Buchungslage in Kassel

Grüne Insel - Irland endlich entdecken

   

Nachholbedarf

Ja, ganz ehrlich. Irgendwie hab ich's noch nie auf die grüne Insel geschafft. Dabei soll sie doch so attraktiv sein. Wir werden das "Projekt Ireland" bald angehen, um grüne Wiesen, Steinmauern, steile Klippen, weite Seen, traumhafte Küstenstraßen, Seen und eine einladende Hauptstadt zu erkunden. Natürlich reichen wir dann auch ein oder zwei Guinness und einen Whiskey dazu. Irland für Einsteiger war auch das Thema unseres ITB-Interviews mit Oliver Treptow von der "Irland Information" in Deutschland:

Hier sind seine akustischen Tipps für Irland-Neulinge:

Austria, der Frühling, die Gefühle und die Ziele

Frühlingsgefühle sind natürlich abhängig vom Typ Mensch und seinen Bedürfnissen. Im Angebot Österreichs sind wir in Sachen große Gefühle in der Hochsteiermark fündig geworden. (EINMAL MEHR!) - Claudia Flatscher vom Tourismusverband Hochsteiermark mit den Varianten des gefühlvollen Angebots:

Nix geht ohne "Schmusfettn"

Salzburg für Frühlingswärme in Sachen Kultur und Genuss

Salzburg gehört zweifelsfrei zu den beliebten Zielen, wenn es um Kultur, Musik und Festspiele geht. Der Frühling wird von den Osterfestspielen eingeleitet, die 2017 zum fünzigsten Mal stattfinden. Susanne Zauner vertritt Salzburg auf der ITB. Wir haben mit ihr über Musik, Kultur, Mozart, Kaffee und Salzburger Frühlingsluft gesprochen.

Mehr als Mozart, aber ohne ihn geht's nicht:

 

Fotos:

Rüdiger Edelmann - ttb-media TON-TEXT-BILD, Messe Berlin, Kassel-Airport, Österreich-Werbung,

DRR67 – Pittsburgh oder die Neuerfindung einer Stadt

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Schon mal etwas mehr über Pittsburgh gehört oder gelesen?

Meist bekommt man auf diese Frage eher enttäuschende Antworten. Wahlweise ist es ein knappes NEIN oder man hört eine Menge über industrielle Einöde, Niedergang der Stahlindustrie und eine Stadt der Depression. – Unser Thema: Von der "Null-Kenntnis" bis zur Begeisterung kann der Weg auch mal kurz sein. Die Story: Pittsburgh ist weder so, noch so, sondern ganz anders.

Pittsburgh Skyline vom Mount Washington

 

Das ist die ganze Geschichte:

 

Von der Neuerfindung einer Stadt

Es ist die Geschichte von Menschen, die, wie sie sagen, ihre Stadt neu erfunden haben. Das klingt irgendwie viel zu schön, um wahr zu sein, wenn man all die Schwarzmalereien über den wirtschaftlichen Notstand in Staaten wie Pennsylvania gehört hat, aus dem Munde von Präsident Donald Trump zu Zeiten des Wahlkampfs. Den angeblich guten alten Zeiten weint wohl niemand in Pittsburgh nach und zurück haben will die offensichtlich auch keiner. In Pittsburgh ist man durch reichlich Tiefpunkte gegangen, aber es hat sich gelohnt. Es ist eine Story über Wirtschaftsgeschichte, Krisen, neue Ideen und das Projekt "Phoenix aus der Schlacke"  von Stahlwerken und Kohlezechen. Es ist, wie so oft in USA, auch eine Geschichte von Menschen, von Heimatverbundenheit, von viel Geld und von Stiftungen, die daraus wuchsen.

Die Story vom Niedergang und Wiederaufstieg:

Ab Juni: FRA - PIT

             

Der Flug der Begierde und das grüne Pittsburgh

Ich bin kein Airliner, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine neue Flugverbindung einen derartig positiven Hype am Zielort ausgelöst hat. Die neue Flugverbindung die ab 23. Juni zweimal pro Woche durchgeführt wird, ist ein zusätzlicher Hoffnungsträger in der Region Pittsburgh. Geschäftsreisende spielen eine wichtige Rolle. Das dürfte die Condor freuen, denn damit steigt die ohnehin schon gute Auslastung der Business-Class. In der Hauptsache will man sich in Pittsburgh aber auf den Strom von Urlaubern einstellen und einlassen. Schließlich, so Jason Fulvi, Executive Vice President von Visit Pittsburgh, hat man ja jetzt ein tolles Produkt erarbeitet. Die Stadt, mit ihren 90 Bezirken, hat im Lauf der Jahre, die Kohleschicht aus dem Gesicht gewaschen und kommt jetzt, grün, freundlich und kulturell aufgeschlossen daher.

Die Story vom grünen Pittsburgh:

Carnegie Museum of Art and Natural History

                 

Freizeitparadies in Pittsburgh und seinen Nachbar-Counties

Das, was in der Stadt begann, hat sich auch in der ohnehin schon landschaftlich schönen Umgebung niedergeschlagen. Wenn es in der Stadt möglich ist, an den Flüssen inzwischen Angelwettbewerbe durchzuführen, dann lebt auch die landschaftliche Umgebung wieder auf. Die Radwege von Pittsburgh gehen direkt über in die "Great Allgeheny Passage". Das ist eine Fahrradroute, die über 540 Kilometer direkt nach Washington D.C. führt. Wer den romantischen Teil des Ostens kennenlernen möchte ist hier richtig. Für Wanderer ist der "Appalachian Trail" in der Nähe und Miet-Kajaks gibt es an den Flüssen ebefalls reichlich. - Die Umgebung lädt zudem zu einer Erfahrung mit dem amerikanischen Stararchitekten Frank Lloyd Right ein und nördlich von Pittsburgh warten große landwirtschaftlich genutzte Flächen, in denen Amish-Gemeinden angesiedelt sind.

Radfahren, Angeln und viel mehr...

Outdoors - Great Allgeheny Passage

Traveltipps:  Einreise, Abfertigung und Preise

Der Pittsburgh International Airport (PIT) gehört, nach Glanzzeiten, inzwischen zu den kleineren Flughäfen und bietet damit angenehme Ein- und Ausreisebedingungen. Bob Kerlik, Vice President Media Relations, sagt, am Airport gäbe es keine Warteschlangen. Bei der Abreise sei keine Anreise vier Stunden vor Abflug nötig. "90 Minuten reichen völlig", sagt er und ist stolz. Auch die Einreisechecks gingen zügig voran. Zugegeben, das liegt an der geringen Verkehrsdichte, aber eventuell könnte man sich in PIT auch Anregungen für bessere Abläufe holen. - Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert etwa 25 Minuten. - Hotelzimmer kriegt man in Pittsburgh ab etwa 100 Dollar fürs Doppelzimmer. Bei der Übernachtung im Motel, etwas außerhalb, kann es billiger werden. - Und zuletzt steht noch der Flugpreischeck bei der Condor an. Stand: 22. Februar, abends.

Reiseinfos und Preis-Checks:

Pittsburgh International Airport

Information:

   
Fotos:
Visit Pittsburgh: Dave DiCello, Tom Little, Kurt Miller, Laura Petrilla / PIT Int. Airport /  Condor

Church Brew Works: Lecker Bier in Pittsburgh

       

DRR66 Grimmheimat Nordhessen – Erfolg und Ehrgeiz

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Touristisches Jahrestreffen 2017

Jedes Jahr Ende Januar findet das Touristikertreffen der Grimmheimat Nordhessen statt. In diesem Jahr traf man sich in der Stadthalle von Bad Hersfeld um Bilanz zu ziehen, Innovationen zu entwickeln und alle zwei Jahre den Nordhessischen Tourismuspreis zu verleihen. Die Planungen und Angebote für den Sommer 2017 gibt es hier nachzulesen. Hintergründe und Gedankenspiele haben wir mit Ute Schulte, Leiterin Tourismus, im Regionalmanagement Nordhessen, besprochen.

Das Interview finden Sie hier:

Ehrgeizige Ziele

Schon 2012 hatte man sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Man will „erfolgreichste Mittelgebirgsdestination in Mitteleuropa“ werden. Diesem Ziel ist man 2016 wieder ein Stückchen näher gekommen. Rund 2,3 Millionen Gästeankünfte und etwas über 7 Millionen Übernachtungen sprechen für sich. „Die Zukunft des Tourismus für die GrimmHeimat liegt in der Kooperation der Tourismusakteure und im Aufgreifen aktueller Entwicklungen“, so wird unsere Gesprächspartnerin Ute Schulte offiziell zitiert. Insbesondere das Aufgreifen aktueller Entwicklungen wird dabei wohl großgeschrieben werden. Für 2016 bedeutet das natürlich die Konzentration auf die „documenta 14“, die ab Juni verstärkt Besucher nach Kassel und in die Region ziehen wird. Davon soll und wird der Tourismus der gesamten Region profitieren. Die Erfahrungswerte der letzten Ausstellungsjahre belegen das. Im Bereich der regionalen Kooperationen stechen insbesondere zwei Projekte heraus. Die Zusammenarbeit von 15 Städten der Grimmheimat Nordhessen, soll Besucher in die Klein- und Mittelstädte der Region locken. Aus „Perfekten Tagen“ im kleinen Umfeld lässt sich problemlos ein abwechslungsreiches Ferien- oder Kurzurlaubsprogramm basteln.

Leuchttürme & Vorzeigeprojekte

Burgen und Schlösser: Schloss Berlepsch bei Witzenhausen

Ähnlich sticht die Kooperation der 25 Burgen und Schlösser in der Grimmheimat hervor. Das „Leuchtturmprojekt“ wurde, dank intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten, deshalb auch mit den Nordhessischen Tourismuspreis 2017 in der Kategorie „Kooperationen“ ausgezeichnet. Den Burgen und Schlössern Nordhessens sind auch die diesjährigen „Entdeckertage“ gewidmet, die vom 23. bis 25. Juni stattfinden werden. - Das Vorzeigeprojekt bleibt „Meine Card+“. Die Grimmheimat hat die in Oberstaufen im Allgäu erfundene Karte erfolgreich adaptiert. Gastgeber der Region finanzieren ihren Gästen eine Karte, die nicht nur freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr ermöglicht, sondern auch freien Eintritt in über 100 Museen, Freizeiteinrichtungen und Attraktionen gewährt. Der Urlaub, gerade für Familien, so Ute Schulte, wird damit planbarer und günstiger. In diesem Jahr denkt man mit der innovativen „GrimmheimatCard“ auch an die Menschen in der Region selber. Sie ist jeweils ein Jahr gültig und sichert jeweils einmal freien Eintritt in mehr als 80 Freizeitbetriebe der Region. Für den Kaufpreis von 65 Euro für Erwachsene und 39 Euro für Kinder erhält man einen Gegenwert von rund 300 Euro. Damit will man künftig auch den Naherholungssuchenden Rechnung tragen. Das Angebot kann sich sehen lassen. Die Verantwortlichen hoffen, damit auch den Menschen in Nordhessen ein attraktives Angebot zu machen, das – selbstredend – ebenfalls für Umsatz sorgen soll.   Dem Projekt „Regionale Produkte“ verschreibt man sich im Jahr 2017 mit dem fünften „Ahle Wurscht-Tag“ in Lohfelden. Die klassische Spezialität Nordhessens steht dort vom 1. bis 3. Juli im Mittelpunkt. Familiengerechte Ferienangebote findet man auch im Kreis Waldeck-Frankenberg. Dort warten insgesamt 87 Mountainbike-Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die „Wanderschule Nieste“ schließlich bietet eine Fülle von geführten Touren über den „Grimmsteig“. Die Wanderangebote gibt es inzwischen ganzjährig. Ergänzt wird das Angebot auch durch „Nordic Walking“ – Seminare und Touren. So gerüstet sollen die unterschiedlichsten Zielgruppen zufriedengestellt werden. Dies, im Übrigen, auch für Besucher aus dem Ausland. Besucher aus den Niederlanden gehören schon seit vielen Jahren zu den Gästen. Insbesondere die Wassersportmöglichkeiten des Edersees haben es den „Holländern“ angetan. Mit Fachwerkromantik, idyllischer „Märchenlandschaft“ und der Romantik von „Good Old Germany“ will man künftig verstärkt aus Besucher aus Asien, insbesondere China und Indien anlocken.

Die Tourismuspreise 2017

setzen zudem Akzente und Zeichen für neue Projekte der Grimmheimat. Hier der akustische Eindruck von der Preisverleihung:  

Gefragte Trends

 

RathausFrankenberg

Trends gehen die Grimmheimat-Touristiker auch bei der Verleihung ihrer Preise nach. Neben der schon erwähnten Kooperation „Burgen und Schlösser“ wurde im Bereich Service wurden die Theater Stadtaufführungen von Frankenberg an der Eder ausgezeichnet. Lokales Engagement für die Gäste. So wird aus einer Stadtführung großes Theaterspektakel, zur Freude von Machern, Gästen und der Preisjury. In der Kategorie „Marke“ wurde zudem die regionale Variante eines globalen Trends ausgezeichnet. „Exit Game“ aus Kassel geht dem Trend zur Rückführung von Computerspielen in die analoge Welt nach. „Rettet Schneewittchen“ ist ihr Anteil an der Märchenkultur der Region. Die Idee, spielerisch eine eigene Welt, zu erkunden und mit der Lösung von kniffligen Aufgaben und Fragen die Mitspieler und im ausgezeichneten Fall auch das Schneewittchen aus einem geschlossenen Raum zu befreien, war der Jury die Auszeichnung wert. Mit einem Sonderpreis wurde zudem der ganze Stolz von Grimmheimat und der Stadt Kassel ausgezeichnet. die „Grimmwelt“ bekam den Preis als „Ausstellungshaus mit Weltformat“.
Fotos:
Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD
Information:
   

DRR65 „Pannfisch und Koje“ – Besuch auf „Feuerschiff LV13“ in Hamburg

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

LV13 - die etwas andere Übernachtung

Haben Sie schon mal in einer schwimmenden Unterkunft übernachtet. Nein, kein Fährschiff. Nein, kein Hausboot. Nein, kein Luxusresort mit schwimmender Terrasse vor der Suite. Wir reden über ein schwimmendes Museum. Ein ehemaliges britisches Feuerschiff, gebaut 1952 und in Diensten des britischen Küstenschutzes in der Humber-Mündung, quasi der Hafeneinfahrt nach Kingston upon Hull in Nord-Ost-England, bis 1989.

Hier geht es zum akustischen Erlebnis:

Feuerschiff im Hafen

Feuerschiff im Sporthafen

Heute liegt das „Feuerschiff LV 13“ im Hamburger Sporthafen am Baumwall. Quasi mit direktem U-Bahn-Anschluss und mit nicht verbaubarem Blick auf die Elbphilharmonie. Und genau an dieser Stelle ist die LV13 auch schon seit November 1993. Der schwimmende Leuchtturm geht theoretisch noch und glimmt – auch aus Werbegründen – abends durch den Sporthafen. Ansonsten wird da nicht mehr hart gearbeitet, sondern genossen und gefeiert. Wo zu Dienstzeiten 8 Seeleute unter bescheidenen Verhältnissen rund um die Uhr tätig waren, trifft man zur Ankunft beispielsweise auf David in der Turmbar, die gleichzeitig Rezeption ist. Die Landratte merkt sofort. Hier ist der Ton Norddeutsch, Kurz, Knapp. Zuviel schnacken? Niemals.

Blick auf die Elbphilharmonie

Der unverbaubare "Wasserblick" geht übrigens direkt auf die neueröffnete Elbphilharmonie. Deshalb gibt es im Restaurant seit der Eröffnung auch eine Sonderkarte mit einem, Na sagen wir mal etwas feinerem Menü mit feinerem Preis. Denn natürlich ist das ideal, vor einem Konzert oder auch danach noch was zu essen oder ein Getränk zu sich zu nehmen. Und da stehen dann auch Gambas, sowie SURF and TURF auf der Karte. Wird sich schon rumsprechen, meint David. Helmut Schmidt und Otto haben ja den Weg auch schon hierher gefunden, in früheren Zeiten. Und im Sommer, wenn auf dem ehemaligen Hubschrauberdeck Tische und Stühle stehen, geht sowieso jede Menge.

"Ab inne Koje" - Das Schlaferlebnis

Kojenerlebnis

Und dann wäre da im ganzen musealen Ambiente natürlich noch das „HOTEL FEUERSCHIFF“. Um übernachten zu können, muss man tief in den Bauch von LV13. Gaaaanz unten geht’s zu den Kabinen. Da wird’s dann richtig museal, denn wir reden nicht über Zimmer, sondern über die Schlafkojen der ehemaligen Feuerschiff-Besatzung. Den zwei Wochen Aufenthalt bucht hier sicher keiner. Aber wer mal was Anderes will, bereit ist, Schiffsromantik gegen Vier Sterne Komfort auszutauschen, der ist hier richtig. Und die Küche hat allemal vier Sterne verdient. Sehr lecker auch das rotblonde Feuerschiff-Spezial, ein sehr süffiges Bierchen. Hamburg mal ganz anders. – Schön war’s!  
Information:
http://www.feuerschiff-hamburg.de  
Fotos:
Rüdiger Edelmann, ttb-media-TON-TEXT-BILD      

DRR64 Tamales und Adventskalender – Xmas in Texas

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr 

Diesmal gibt's die Show des DRR mal wieder zweisprachig: deutsch und Englisch.

Neues DRR-Studio

Neues DRR-Studio

Das Wichtigste am Umzug des Deutschen Reiseradios ist geschafft. Unser Studio steht wieder, ist verkabelt und hier folgt nun das erste kurze Werk unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen. - Jetzt feiern die Menschen in den USA genauso Weihnachten wie wir hierzulande. Auch Christmas ist in den Staaten etwas anders. Das beginnt mit der Tatsache, dass der Weihnachtsmann erst am Morgen des 25. Dezember seine Geschenke bereit gelegt hat. Und je nach kulturellem Einfluss sind auch Traditionen und Art des Feierns sehr unterschiedlich. Nehmen wir zum Beispiel Texas.  

Hier geht es zur Show in deutscher Sprache:

 

Merry Christmas und hoffen wir auf das Jahr 2017.

Hoffen wir, dass die Welt etwas friedvoller und gewaltfreier wird, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. - Auch wir wünschen uns und Ihnen ein frohes Fest. Die Fröhlichkeit will in diesen Tagen ja leider nicht so recht aufkommen. Denken Sie an Alle, die Ihre Hilfe brauchen und freuen Sie sich, wenn sie mit Menschen zusammen sein können, die sie mögen und lieben. Frohe Weihnachten!      

Xmas in Texas - Bilingual Edition 64:

The most important fact of moving to another place is fixed. The Studio of German Travelradio is working again. All cables on the right place. Machines running. So we’re ready for a „Pre Christmas Show“. -
Marc Thompson

Marc Thompson

Okay, even parts of Xmas are celebrated in another way we do. Beginning with Santa delivering the gifts in the Morning of December 25th. Due to different cultural influences the way of Celebrating and the Chrismas Traditions vary. Take Texas as an example. First idea of influence would be:Mexican. But, believe it or not, German Tradition has nearly the same high influence. When we asked Marc Thompson, Vice President of Dallas Tourism, about the Holidays in Texas, he knows quite a lot of things to tell.

Listen to DRR-Show in English:

Merry Christmas

to all listeners of our show and all the best for the upcoming year 2017. Let’s hope that the world gets more peace and less violence. It’s not easy to talk about a MERRY Christmas these days. Especially when you think about all the terror in the world. Berlin just experienced of violence and tragedy this week. We wish you a peaceful Christmas. Think about everybody who might need your help and enjoy if you could be together with friends, family and people you love. Enjoy the Christmas Holidays.

LOGOInformation:

       

Fotos:

Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD   frametraxx_banner_2  

DRR63 Europas berühmtestes Geheimnis – Algarve

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Bom Dia

Man soll das Geheimnis finden können im äußersten Südwesten unseres Kontinents. Das Deutsche Reiseradio hatte die Chance zumindest einen kurzen Blick auf das berühmte Geheimnis zu werfen. Deshalb war es gut, dass ich schon vorher einige Male dort war: Algarve heißt das Zauberwort. Im Gespräch mit Martina Kerk vom Algarve Tourismus Büro in Faro versuchen wir hinter dieses Geheimis zu kommen.

Das Interview:

Die Wiederentdeckung eines traditionellen Ziels

Felsenküste bei Albufeira

Felsenküste bei Albufeira

Dank der geplanten Verschiebung unserer Urlaubsziele in Richtung Westen sind Ziele wie die Algarve wieder stärker in den Blickpunkt gerückt. Das Geschäft soll dort im Sommer 2017 wieder verstärkt werden. Eigentlich logisch, die Reisemultis wollen ja schließlich im Geschäft bleiben. Die mangelnde Türkeinachfrage hat den Veranstaltern im Sommer 2016 das Geschäft verhagelt und noch eine Saison mit der Konzentration auf Mallorca und die Kanaren kann man durchziehen. Zu sehr hat zum Beispiel die Baleareninsel unter dem Zustrom gelitten. Voll fanden auch die Mallorquiner gut, aber die Ressourcen wurden an den Rand des Verkraftbaren gefahren. Leere Stauseen, weil die Touristen duschten während das Gemüse auf der Insel vertrocknete Schlussfolgerung: Es werden die Ziele wieder stärker beworben, die nach einigen Boomjahren wieder in die zweite Reihe treten mussten. Die Algarve gehört auch dazu. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch dort in den guten Jahren so manche Sünde an die Küste betoniert wurde. Gerade deshalb muss man über neue potentielle Sündenfälle reden. 1980 sagte mir ein portugiesischer Touristiker: Die Fehler der Spanier werden wir nie machen und also geschah das Gegenteil. Die Küstenlinie zwischen Vilamoura und Lagos hat das damals zu spüren bekommen. Glücklicherweise blieb noch einiges an Landschaft übrig.

Touristischer Sündenfall?

Was ist mit dem Sündenfall der Vergangenheit? Auch hier gab es Antworten von Martina Kerk. Die konzentrierte Fassung zum Nachhören:  

Die richtige Auswahl machts

Partyzone Albufeira? Wer gern feiert, bitte schön! – Soll es ruhig und idyllisch zugehen? Dann lieber Richtung Ostalgarve und die Steilküste nur mal per Tagesausflug besuchen. - Aktivurlaub für Wanderer und Radler? Vorhanden! - Relaxurlaub an einsamen Stränden? Geht sogar in der Hauptsaison! - Herausforderung für Surfer? Läuft! - Wellness und Kulinarik? Geht! - Kultur und Geschichte? Ebenfalls erlebbar! Darüber berichten wir in der nächsten DRR-Ausgabe. Man merke: Auf die eigenen Bedürfnisse und die damit verbundene richtige Auswahl kommt es an. Das übrigens nicht nur im Süden Portugals.
Thomas-Cook-Signaturealgarve-logoInformation:
   
Fotos:
Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

Dieser Bericht entstand mit Unterstützung von Thomas Cook und Turismo do Algarve

frametraxx_banner_2    

DRR62 In den Startlöchern: Der Sommer 2017 bei Thomas Cook

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Bilanz & Hoffnung

Auch wenn es noch keine offiziellen Zahlen gibt, steht fest, dass das krisengeschüttelte Urlaubsjahr 2016 die Reisekonzerne Geld gekostet hat. Zudem war Krisenmanagement gefragt und die „Umroutung“ von Urlaubern in andere Zielgebiete. Kein leichtes Unterfangen, das sich auch auf die Bilanzen niedergeschlagen hat. Umso gespannter durfte man sein, wie sich die Reiseindustrie auf die mögliche Fortsetzung der Buchungsflauten in Richtung Türkei, Ägypten und Nordafrika eingestellt hat. Welche Akzente werden gesetzt für den Reisesommer 2017? Welche Zielgebiete und welche Innovationen warten auf den Kunden im nächsten Jahr? Stefanie-BerkWir haben mit Stefanie Berk, Mitglied der Geschäftsführung der Thomas Cook GmbH und Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook Touristik GmbH, während der Vorstellung der Sommerkataloge in Vilamoura an der Algarve in Portugal gesprochen. Vom Krisenmanagement über die Qualitätssicherung bis zu Sommerzielen und Preisen gab sie uns Auskunft.  

Das Interview:

Krisenmanagement

Die Veranstalter, so auch Thomas Cook und Neckermann, waren gefordert im Jahr 2016. Trotzdem ist man, durch clevere Planung, mit einem blauen Auge davon gekommen. Ein Minus wird wohl trotzdem unterm Strich übrig bleiben.

Qualitätsmanagement

TC-PK-Berk-BrandesEinhaltung von Service- und Unterkunftsqualität sind das A und O der Branche. Im Hause Thomas Cook hat man das mit dem neuen 24 Stunden-Beschwerdeservice als Pilotprojekt wohl erfolgreich umgesetzt und deshalb beschlossen, das „Service-Versprechen“ künftig flächendeckend auf alle Hotels der Edelmarke „Signature“ anzuwenden. Das Veranstalter-Versprechen im Klartext: „Wir lösen Kundenbeschwerden durch die örtliche Reiseleitung innerhalb von 24 Stunden“. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das dem anspruchsvollen Gast entgegenkommen dürfte.

Sommer-Ziele

Natürlich hält man bei Neckermann und Thomas Cook am Produkt Türkei fest. Parallel wurde aber ein Ergänzungsprogramm gebastelt, das sich eindeutig in Richtung westliches Mittelmeer orientiert. „Alte“ traditionelle Ziele werden reaktiviert und mit höheren Kapazitäten angeboten. So kommen plötzlich die italienische Adria, Kroatien, Bulgarien und auch die portugiesische Algarve wieder zu Ehren und erhalten Werbebedeutung. – So wird es  im Sommer 2017 ein verstärktes Flugangebot nach Rimini an der Adria geben. Man setzt dabei auf sechs wöchentliche Verbindungen mit „Air Berlin“. In Kroatien wird es jeweils ein neues „Sentido“- und ein „Smartline“-Hotel sowie weitere Flugpauschalreisen mit Ziel Dubrovnik geben. In Bulgarien warten neue preisgünstige Konzepthotels, die Flugangebote nach Griechenland und Zypern sollen ausgebaut werden. SizilienNeu im Angebot wird der Süden Siziliens sein. Mit einer Charterkette der „Condor“ bedient man jeweils am Dienstag von Düsseldorf und Frankfurt aus u.a. ein neues „Sentido“-Hotel in Marina di Ragusa. Angeflogen wird dabei der ehemalige Militärflughafen in Comiso, der nur 20 Minuten Fahrzeit von den Hotels entfernt liegt. Insbesondere Gäste von Neckermann-Reisen kommen in den Genuss dieses Angebots. Für den Massentourismus will man auch eine schöne und (noch) stille Insel im Windschatten von Madeira erschließen. 8 Hotels auf der kleinen Strandinsel Porto Santo im Atlantik sollen die Urlauber anlocken. Musste man dorthin bisher umständlich über Madeira, mit anschließender Fährüberfahrt, anreisen, so erledigt das im nächsten Sommer die „Condor“ mit Nonstop-Flügen.  

Neue eigene Hotels

Casa-Cook-2017Die immer besser angenommenen Konzepthotels werden zahlenmäßig ausgebaut. Voran die Marke „Sentido“, mit neuen Anlagen in Sizilien, Kroatien, Bulgarien und in der Türkei. Ein neues „Sunprime“-Hotel wartet in Spanien. Das jüngste Kind, die Lifestyle-Marke „Casa Cook“ wartet nach dem erfolgreichen Start auf Rhodos im nächsten Sommer mit einer Neueröffnung auf der Insel Kos auf. Stolz ist man auf alle 6 Marken, die bei Holidaycheck immerhin eine Weiterempfehlungsrate von rund 90 Prozent erreicht haben. Immerhin warten im nächsten Jahr 181 Thomas Cook Hotels in 16 Ländern auf Gäste.

Preise

in finanzieller Hinsicht bietet sich ein eher uneinheitliches Bild. Zu verdanken hat man das dem Krisensommer 2016. Die Faustregel heißt ganz schlicht: Das, was im letzten Sommer gut lief, wird teurer. Die Sorgenkinder der Branche sollen mit Preisnachlässen wieder mehr Kundschaft anlocken. Mallorca, Bulgarien und Griechenland werden rund 4% teurer, die Kanarischen Inseln werden wohl bis zu 7% im Preis steigen. Dafür sinken die Buchungskosten in der Türkei um 8%. Auf der Fernstrecke wird hauptsächlich Kuba (+6%) teurer. Bis Ende März soll es zudem Frühbucherpreise geben, die punktuell bis zu 40% Nachlass gewähren sollen.
Neckermann-Reisen_LogoThomas-Cook-SignatureInformation:
   

„Westwärts mit dem Wind“ - DRR-Kommentar                                                        von Rüdiger Edelmann

reLee Marvin und Clint Eastwood zogen im gleichnamigen Western-Musical einst „Westwärts mit dem Wind“. Die Reisemultis werden es in der nächsten Saison ebenso machen. Es gibt aber mehrere Unterschiede. Die Westernhelden zogen ins Ungewisse, unsere Reiseunternehmen ziehen eher auf die vermeintlich sicherere Seite. Befürchtet man doch insgeheim, dass das Wunden lecken in der Türkei noch nicht beendet sein wird. Dem will man vorbeugen. Die alten, neuen Ziele freut es, standen sie doch in den letzten Jahren eher im Schatten. Da wird wohl in den nächsten Monaten am Teutonengrill in Rimini, an der Algarve, in Kroatien oder in Bulgarien der eine oder andere Investitionsstau in Angriff genommen werden. Was der Türken Leid ist wird so schnell zur Hoffnungsperspektive von Italienern, Portugiesen oder Bulgaren. Wie aber wird es perspektivisch wirklich weitergehen? Ist der Trend gen Westen, aus der Not geboren, nur ein Strohfeuer? – Man weiß es nicht, aber nach den herben Verlusten in diesem Jahr will man auf Nummer sicher gehen. Klar braucht man Alternativen zu Balearen und Kanaren, denn noch einen Ansturm dieser Größenordnung wird zum Beispiel Mallorca nicht mehr vertragen. Schon in diesem Jahr leerten sich die Stauseen und damit der Wasservorrat der Insel weit über das Verkraftbare. Tomatenfelder vertrockneten, weil die Touris duschten. Diese Perspektive kann sich niemand wünschen, denn sie gefährdet den sozialen Frieden in den Urlaubsgebieten. Gleichzeitig stürmt man kleine unscheinbare Inselchen wie Porto Santo. Elf Kilometer Länge, 6 Kilometer Breite und 42 Quadratkilometer Größe werden auf geschätzte 2 Millionen zusätzliche Urlauber treffen. Ja, der Tourismus ist einer der Hauptwirtschaftsfaktoren von Porto Santo, was aber wird bleiben, wenn die Karawane irgendwann weiterzieht? Ob westwärts oder ostwärts spielt dann keine Rolle mehr. Den Hoffenden wird es nichts nutzen, wenn sie investiert haben und die Veranstalter das nächste Ziel (zurück-)erobern, weil der Wind wieder einmal gedreht hat.
Fotos:
Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Thomas Cook AG        

DRR61 Der „Mao“ von Wörishofen – Kneipp-Spurensuche

Facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Wasser...

Die Ausgabe Nummer 61 mit Hintergrundinfos zu sehr gesundem Kuren mit kaltem und warmem Wasser. Am Anfang aber stand die Ordnungslehre, denn nur Körper mit einer geordneten Seele können geheilt werden, sagte einst Pfarrer Sebastian Kneipp in seiner Wahlheimat dem Kurbad Wörishofen. Wir waren in Bad Wörishofen auf einer ganz besonderen Spurensuche.

Kneippsche Spuren zum Anhören:

Kneipp gestern und heute

Wassertherapie

Wassertherapie

Da spricht der Pfarrer Kneipp im späteren 19. Jahrhundert schon von Nervosität als der Krankheit unserer Zeit. Und liefert simple einfache Methoden zur Genesung von Geist und Körper. Zusammen mit seinem strengen katholischen Glauben, mag das auf den ersten Blick nicht so recht in die heutige Zeit passen. Geht das nur mit Wasser, wie man das gerne unterstellt? Braucht man die Zurückgezogenheit eines Hotels mit klösterlicher Stimmung, wenngleich der Standard in den letzten Jahren gewachsen ist? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, man gewöhnt sich dran und man lernt damit umzugehen. Positiv wird aber jeder Gast die besondere Herzlichkeit spüren, mit der man den Gästen entgegenkommt. Wenn man näher hinschaut und nachfragt wird man im Übrigen auch feststellen, dass Pfarrer Sebastian Kneipp ein Mann war, der mitten im Leben stand und auch offen warfür den Genuss. So offen, dass es Kneipp heute sicher nicht ganz einfach hätte, würde er zu einer Kur kommen. Dort würde ihm sofort das Heilfasten verordnet, genauso wie Akupunkturnadeln gegen die Zigarrensucht. So gesehen hat sich schon etwas verändert.

Die fünf Elemente

Bad Wörishofen: Kurpark im Herbst

Bad Wörishofen: Kurpark im Herbst

Gesund leben mit der Natur“ basiert heute wie zum Ende des 19. Jahrhunderts auf den fünf Elementen „Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter & Innere Ordnung“. Wenn eben jene innere Ordnung angeschoben ist, bleiben die Anwendungen und die haben mit dem Element zu tun auf das die Kneippsche Lehre gerne reduziert wird. Bei 120 verschiedenen Wasser-Behandlungen verwundert es nicht, dass gleich ob in Kneippianum, Sebastianeum oder Kurpark die Tretbecken allgegenwärtig sind. Im 163.000 Quadratmeter großen Kurpark befinden sich gleich mehrere Anlagen. Ganz traditionell angelegt oder auch im Rahmen des Barfussparks mitten in einem kleinen Fluss.

Kneippsche Initiativen

Viele entstanden eher unfreiwillig. Kneipp behandelte die vielen Hilfesuchenden im Kloster, das gefiel den Schwestern nicht. Er behandelte sie zu unterschiedlichen Tarifen. Arme bekamen die Therapie sogar kostenfrei. Das wiederum führte zu wütenden Protesten von Ärzten und Apothekern. Also baute Sebastian Kneipp ein Kurhaus und ergänzte es um weitere Gebäude. Das Geld dafür erwirtschaftete er aus den Sprechstunden, seinen Büchern und einem genialen Selbstmarketing für die damalige Zeit. Schon zu Lebzeiten verkaufte Kneipp, seine Namensrechte an einen Apotheker. Das brachte ihm ordentliche Lizenzen ein. Wer sich also darüber beschwert, die Kneippschen Produkte, die heute in den Supermärkten und Großdrogerien stehen, hätten nichts mit dem frommen Pfarrer zu tun irrt. Beschweren müsste er sich bei Kneipp höchstpersönlich.

Sozialer Sprengstoff

Kneipp erklärte, alle Menschen seien gleich. In seiner rabiaten Therapie ließ er deshalb den Erzherzog Josef von Österreich-Ungarn Holz hacken. Die Arbeit konnte er sich mit einem Metzger teilen. Das wurde in Zeiten des anerkannten Standesdünkel nicht geschätzt und brachte ihm keine Freunde.

Der Mao von Bad Wörishofen

bad-woerishofen-tretbecken im flussEin faszinierender Mensch war dieser Pfarrer Sebastian Kneipp. Bad Wörishofen hat ihm viel zu verdanken. Aus einem Bauerndorf wurde ein prominenter Kurort, der heute jedes Jahr über 700 Tausend Übernachtungen zählt. – Zugegeben, das Image der Kneippschen Kuren sorgt dafür, dass über 80 Prozent der Gäste das 70. Lebensjahr überschritten haben und Rollatoren tagsüber das Stadtbild prägen. Doch man bemüht sich inzwischen mit neuen Angeboten und einer großen Therme auch Jüngere in die Stadt zu holen. Alt hin – Alt her, Kneipp ist die prägende Persönlichkeit der Stadt geblieben. So prägend, dass eine Schweizer Zeitung einst witzelte, Wörishofen sei wie China, überall stünde ein "Mao" herum. Kein Wunder, sagen die Wörishofener heute. Kneipp hat aus einem kleinen unbedeutenden Bauerndorf ein weltweit bekanntes Kurbad gemacht.

BW-Logo-4cInformation:

   

Fotos:

Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Kneipp-Original Bad Wörishofen   frametraxx_banner_2