Chiemsee

DRR55 „Der See, die Nonne und der König“ – Sommer am Chiemsee

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Jetzt sind überall Sommerferien und es soll Regionen im eigenen Land geben, die sind fast völlig ausverkauft. Deutschland bleibt 2016 im Urlaub noch stärker im eigenen Land, als in den Vorjahren. Für Viele kommt die Türkei nicht mehr in Frage, erst recht nach den aktuellen Vorkommnissen der letzten Tage und Wochen. Spanien ist inzwischen aufgrund der Nachfrage recht teuer geworden und unsere Lieblingsinsel Mallorca platzt aus allen Nähten. Der Flughafen in Palma ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Da noch hinfliegen? Hohe Preise drohen den Urlaubssuchenden inzwischen auch in den beliebten deutschen Ferienregionen: An Nord- und Ostsee genauso wie in den Bergen. – Wenn dann noch die „ideologische“ Diskussion um „Berge oder Meer“ hinzukommt,  wird es noch schwieriger. Deshalb empfehlen wir in dieser Ausgabe des Deutschen Reiseradios das „Bayerische Meer“.

Hier ist die komplette Show mit allen Erlebnissen:

Chiemsee-Schiffahrt

Urlaubswundertüte

Die Region um den Chiemsee, mit Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden um die Ecke war einst die Pionierregion des Urlaubs, nach dem zweiten Weltkrieg. Zwischenzeitlich ließ der Hype heftig nach, aber die Stammurlauber hielten dem See die Treue. Vielleicht entsteht ein neuer Hype? Die Region jedenfalls kann Urlauber glücklich machen: Es gibt Bademöglichkeiten am Chiemsee und Sport: Segeln, Surfen, Kitesurfen. Alles da. Unterkünfte treffen für jeden Geschmack, vom Campingplatz über Pensionen bis zum 5 Sterne Hotel. Und es wartet noch viel viel mehr, was Urlauber zu jeder Jahreszeit glücklich machen kann.

Der Chiemsee aus den Augen der Urlaubsmacher:

„Anderes Leben spüren“ – auf der Fraueninsel:

FraueninselDie Chiemsee-Schifffahrt läuft die Inseln von 6 verschiedenen Orten am Seeufer an. Längstens in einer halben Stunde ist man am Ziel. Im Kloster „Frauenchiemsee“ ist frau bei aller Besinnung sehr fleißig, das wurde allen Klöstern gewissermaßen auf die Fahne geschrieben. Begrüßt wurden wir dortvon Schwester Hanna. Sie ist auch Gemeinderätin. „Um Himmels Willen“, wem da nicht die Ohren klingeln angesichts der Fernsehschmonzette vom Kloster Kaltenthal, seinen hyperaktiven Nonnen und einem starrsinnigen Bürgermeister mit großem Herzen. Auf der Fraueninsel ist das Ganze gelebte und praktizierte Realität und der Bürgermeister heißt nicht Wöller und betrinkt sich abendlich im Gasthaus zum Ochsen.

Akustisches von Schwester Hanna:

SCHLOSS-Herrenchiemsee

Die Herreninsel, das Schloss und „der Kini“

LudwigIIBayern hatte mehrere „Wittelsbacher-Könige“. Touristen könnten aber mitunter den Eindruck bekommen, es gab nur den Einen: Den Ludwig, den Zweiten, den Spinner, den Bauwütigen, den „Wagnerianer“, den irgendwann Entmachteten. Wir haben nicht nur Schloss Herrenchiemsee besucht, das den Plänen nach „Versailles“ in Paris übertreffen sollte (und teilweise hat), wir haben insbesondere einen intensiven Blick auf „Ludwig den Zweiten“ geworfen, den „Kini“ eben.

Nachgehört bei Bayern: Ludwig – die Geschichten und Legenden:

„Schee is trotzdem“, merkte ein Führungsbesucher auf Herrenchiemsee an und freute sich dann doch auf die Rückfahrt. Am Ufer des Chiemsees wartete dann ein schönes Weissbier und ein kräftiger Schweinsbraten. Und auch wir gestehen ein: Am Chiemsee ist es irgendwie „ganz schön schön schon“.

logo-Chiemsee-AlpenlandInformation:

 

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

frametraxx_banner_2

 

 

 

Buchtipps vom DRR:

Panorama-Titel

DRR54 „Bienvenue à Ile de Maurice“ – Mauritius näher kommen

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Diese Ausgabe bietet einen multimedialen Ausflug, der etwas über unsere normale Berichterstattungsgrenze hinausgeht. Grund dafür war die Katalogvorstellung der TUI für die Wintersaison 2016 / 17. Die fand auf Mauritius statt, satte 9000 Kilometer von Deutschland entfernt, Luftlinie versteht sich. Und wenn man denn schon im angeblichen Luxusurlaubsparadies ist, lohnt es sich natürlich Augen und Ohren aufzusperren.

Hier ist die komplette Mauritius-Show am Stück:

Mauritius, das sind 50 mal 40 Kilometer ehemals vulkanische Insel, weit draußen im Indischen Ozean. Mauritius, das sind 1,2 Millionen Einwohner, macht 640 Menschen pro Quadratkilometer. Mauritius, das ist der fast geschlossene Korallengürtel rund um die Insel, die umgekehrten Jahreszeiten dank Erd-Südhalbkugel. Mauritius das ist eine unabhängige Republik – nach englischem Vorbild – seit 1968. Die Inselrepublik gilt als eine der wenigen Staaten Afrikas, der es wirtschaftlich vom Entwicklungsland zum sogenannten Schwellenland geschafft hat. Das hat heute sehr viel mit Textilindustrie zu tun, mit Tourismus und mit dem – zurückgehenden – Ruf als Zuckerinsel.

DRR-Video: Bienvenue à Ile de Maurice – Mauritius

 

Rainbow-Nation – Mauritius mulitikulti

Da wäre schon einmal das „Creolische“. Es klingt beim ersten Hinhören irgendwie Französisch.  Mauritius ist eine Insel der Vielsprachigkeit. Amtssprache: Englisch, Verkehrssprache: Französisch und  dann gibt es das Creolische, das ist Umgangssprache. Sandhya, unser Guide, sagt, das habe man der wechselnden Geschichte der Insel zu verdanken. Viele unterschiedliche Menschen und Religionen seien hier durch die verschiedenen Kolonialherren zusammen gekommen. Daraus habe sich auch das Creole entwickelt, ein Sprachmix so unterschiedlich wie die vielen Kulturen auf der Insel. – Das Tolle sei, und dabei strahlt sie uns an, auf Mauritius gäbe es keine Rassen- oder Religionskonflikte.

Hör mal „Creole“:

Religiöses Multikulti

Shiva Statue

Shiva Statue

Hohe kirchliche Feiertage der vielen Religionen sind „Nationale Feste“. Das bringt nicht nur viele Feiertage, sondern vereint die Bevölkerung zur religiösen Vielfalt aus Hinduismus, Katholizismus, Islam, Buddhismus und einigen weiteren Religionen. Toleranz und gegenseitiges Lernen stehen dabei im Vordergrund. Bestes Beispiel ist die jährlich im Februar oder März stattfindende Wallfahrt der Hindus zum „Heiligen See“, dem „Grand Bassin“ im Black River Nationalpark. 400 Tausend Besucher kommen an diesen Tagen zum See. – Die religiöse Stätte findet sich ganz in der Nähe weiterer Sehenswürdigkeiten des Nationalparks. Ein „Must See“ auch außerhalb des religiösen Top-Ereignisses.

 

Bunte Erde, Heiliges Wasser und „Shiva“ zum Hören:

Tee – Britisches Erbe und asiatisches Kulturgut

Tee aus Mauritius

Tee aus Mauritius

Dank der britischen Kolonialherren und den Einwanderern aus asiatischen Länder spielt der Anbau von Tee eine wichtige Rolle auf der Insel. – Ja, es wird auch Kaffee auf Mauritius angebaut. Der kommt aus Chamarel in den Bergen und wird gerne als Aromastoff für den einheimischen Rum genutzt.

Hier ist der akustische Ausflug in die Welt des beliebtesten Heißgetränks auf Mauritius.

Vanille und Rum – die Agro-Stars aus Orchideen und Zuckerrohr

Vanilleschoten aus St. Aubin

Vanilleschoten aus St. Aubin

Vanille kommt bei uns, mit dem Puddingpulver, aus der Tüte. Wenn’s echt sein soll, dann kratzt ein Koch auch schon mal den Inhalt einer Vanilleschote aus. Aber was ist das eigentlich für ein Gewächs, für das gerade Mauritius und seine Nachbarinsel Réunion so berühmt sind? – Wer in St. Aubin, an der Südküste zum „Maison de La Vanille“ fährt, bekommt ganz international einen Eindruck von der Frucht einer besonderen Pflanze. Auf 4 Hektar Land werden hier Orchideen gezüchtet. Zu sehen gibt es, neben dem paradiesischen Garten des „Vanilla-House“ nicht viel, außerhalb der Erntezeit. Aber kaufen kann man den edlen Stoff. 400 Euro kostet das Kilo Vanilleschoten. Wer den Traumstoff mit nach Hause nehmen will, begnügt sich meist mit einigen Gramm Vanillepuder. Das gibt’s schon für etwa 6 Euro.

Rumprobe mit Nitish in St- Aubin

Rumprobe mit Nitish in St- Aubin

Ein paar hundert Meter weiter steht eine der zwei Premium-Rumdestillerien. In der kleinen Rumfabrik von St. Aubin produziert man den „Rhum Agricole“, den natürlichen Rum. Er wird direkt aus Rohrzuckersaft hergestellt. Zwei Destillerien produzieren so. Der Rest der Rumfabriken stellt industriellen Rum her, der aus Melasse hergestellt wird. In St. Aubin kriegt man die unterschiedlichen Stationen der Produktion genau erklärt, erfährt dass aus der Destille hochprozentiger Alkohol kommt, der anschließend mit Wasser verdünnt und später aromatisiert werden kann. – Aber ganz ehrlich: Die meisten Besucher, sind hauptsächlich gespannt auf die Verkostung.

Vanille und Rum akustisch zum Nachschmecken:

Welt „upside – down“ – Die Sache mit dem Wetter

Raibow-Multikulti-NationUrlaub in tropischen Gefilden: Immer scheint die Sonne und immer ist es gleichmäßig warm. Wer das auf Mauritius erwartet, den müssen wir enttäuschen. Überhaupt ist beim Wetter schon mal alles verkehrt herum. Nur Eins ist auf Mauritius garantiert tropisch. Es regnet schon mal gerne. Kaum öffnen sich die Wolken, kommen Sturzbäche vom Himmel. 10 Minuten später scheint bereits wieder die Sonne. Im Sommer ( November bis April) regnet es häufiger, dafür aber warm. Lediglich aufkommende Zyklonstürme können das Wettervergnügen im Dezember und Januar trüben. Aber da ist es wie mit den Hurrikans. Sie können auftauchen, müssen aber nicht. Auf jeden Fall, bietet Mauritius ganzjährig Sonne und die Temperaturen, die wir uns im Sommer verlässlich wünschen, aber meist nicht kriegen.

Akustischer Wetterbericht:

Touristisches

LeMorneFelsenMauritius gilt als einer der Urlaubsträume schlechthin. Das Paradies für Verliebte und Hochzeitreisende. Ein Paradies, das sich nur Reiche leisten können. Das wird jetzt anders, denn die großen Reiseveranstalter entdecken die Insel zunehmend auch als Ziel für Familien und für Menschen mit normaler Geldbörse. Der Luxus wird ergänzt durch bezahlbare Angebote, sagte uns Oliver Dörschuck Touristikchef der TUI Deutschland. Er ist begeistert von der Vielfältigkeit der Insel. Wer in einem der Hotels auf der Halbinsel Le Morne Urlaub macht, findet schöne Strände, einen Hotelservice, der keine Wünsche offen lässt, den „Le Morne“-Felsen, der 556 Meter aufrecht von Meereshöhe in den Himmel ragt und in der unmittelbaren Nähe den „Black River Nationalpark“. Hier geht es ins Vulkangebirge. Die Straße gehört zu den schönsten Routen mit den besten Ausblicken auf die Insel.

Reisetipps

Kite-Surfen: Beste Bedingungen in Le Morne

Kite-Surfen: Beste Bedingungen in Le Morne

Mauritius ist im Programm vieler Reiseveranstalter. Man hat die Insel jetzt auch als Ziel für Urlauber entdeckt, die normalerweise keinen Luxusurlaub verbringen. Bleibt zu hoffen, dass damit das Ursprüngliche außerhalb der Hotelanlagen nicht dauerhaft gefährdet wird, denn das Eiland ist mit etwas über 600 Einwohnern pro Quadratkilometer ohnehin schon recht gut bevölkert. Zur Einreise aus Europa benötigt man einen Reisepass. Ein Visum ist nicht erforderlich. Flugverbindungen gibt es von Deutschland aus, nonstop mit Condor und Eurowings in 12 Stunden, oder zum Beispiel mit Emirates mit Stopover in Dubai. Hier fliegt man zwei Mal 6 Stunden und hat in der Regel einen Aufentahalt von etwa 4 Stunden am Flughafen von Dubai. Noch ein Satz zum Thema Gesundheit: Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Einen entsprechenden Schutz gegen Tetanus und Hepatitis A ist allerdings ratsam. Guter Insektenschutz ist wichtig, auch wenn die Insel seit vielen Jahren malariafrei ist. Französische oder englische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, denn Deutsch wird auf Mauritius nur selten gesprochen. Wassersportler sind insbesondere im Südwesten gut aufgehoben. Die Korallenbänke ermöglichen ein gefahrloses Windsurfen oder –kiten. Die schönsten Strände der Insel liegen im Norden der Insel.

Praktisches zum Nachhören:

 

discover-mauritiusdiscoveryoursmileInformation:

 

 

Fotos & Video: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media, TON-TEXT-BILD

Diese Ausgabe des Deutschen Reiseradios wurde unterstützt von der TUI-Deutschland. Vielen Dank!

frametraxx_banner_2

 

 

Beachlife

PANORAMA

DRR53 Hoffnung auf den Winter – TUI Katalogpräsentation Saison 2016/17

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Es ist eine schwierige Saison, auf die auch Europas größter Reisekonzern schaut. Das Türkeigeschäft ist stark eingebrochen. Die Buchungen in den Reisebüros laufen bei allen Veranstaltern immer noch zögerlich. Der Reisebüroumsatz brach lag im Mai rund sieben Prozent unter dem Umsatz des Vorjahrs.

Von einem Krisensommer mag trotzdem niemand sprechen, denn die Reisemultis haben rechtzeitig Urlauberströme „um geroutet“, wie es so schön heißt. Spanien, voran Mallorca und die Kanaren, erlebt einen Sommer der Kapazitätsgründen. Italien, Portugal und Kroatien boomen, Griechenland erholt sich weiter und Deutschland wird zum Favoriten für den Urlaub. In Ägypten, Tunesien und der Türkei bleiben Hotels und Strände leer. Auch großzügige Rabatte scheinen daran nichts zu ändern. Noch aber sei die Saison nicht zu Ende, sagt Oliver Dörschuck, Touristischer Geschäftsführer (COO), der TUI-Deutschland:

Crisis – What Crisis?

Aller Statements zum Trotz hat man die Touristiker schon fröhlicher erlebt. Es gilt Weichen zu stellen, für den Winter 2016/17 und schlimmstenfalls für die Zukunft des Reisegeschäfts. Denn es stehen viele Fragen im Raum:

Sebastian Ebel

Sebastian Ebel

  • Was geschieht, wenn weitere Urlaubsdestinationen von Anschlägen und politischen Problemen betroffen werden?
  • Wie gestaltet sich das Geschäft, wenn sich Deutschland noch stärker für den Urlaub im eigenen Land entscheidet?
  • Lässt sich das zögerliche Sommer-Buchungsverhalten mit Fernreiseknüllern und satten Rabatten im Winter wieder ankurbeln?
  • Wie plant man heute Entwicklungen für Morgen, ohne die Stolpersteine absehen zu können?
  • Wie stellt man einen internationalen Tourismuskonzern, der Begriff vom „Global Player“ fiel auf der Pressekonferenz im „RIU Coral“-Hotel auf der Insel Mauritius, für die Zukunft auf?
  • Natürlich plant auch die TUI im Voraus. Natürlich entwickelt man Strategien und genauso natürlich weiß niemand, ob diese Strategien aufgehen.

Wir haben darüber mit Sebastian Ebel, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung (CEO) der TUI Deutschland gesprochen:

Zukunftsplanung und Erfolg

Oliver Dörschuck

Oliver Dörschuck

Der Erfolg eines Reiseveranstalters ist abhängig von der Zukunftsplanung. Die richtigen, sprich gewünschten Destinationen, müssen in ausreichender Zahl im Angebot sein. Die Bedürfnisse müssen abgecheckt werden und für die nächste und übernächste Saison müssen Angebot und potentielle Nachfrage in Einklang gebracht werden. Über- und Unterkapazitäten können sich börsenorientierte Konzerne nicht leisten. Selbstredend: Der Preis muss stimmen. –

Die Programmplanung gehört demnach zu den sensiblen Teilen des Reisegeschäfts. Dies ist COO Oliver Dörschuck bewusst. Bei allen noch offenen Antworten auf die Zukunftsfragen gibt er sich selbstbewusst optimistisch im ausführlichen Interview mit dem Deutschen Reiseradio. Sein Credo:

Es gibt viel zu viele schöne Urlaubsorte, als dass das Geschäft mit dem Urlaub völlig zusammenbrechen könnte.

Große Bühne: Winterprogramm

Große Bühne: Winterprogramm

TUI- Zukunft in Schlagzeilen:

  • Expansion mit eigenen Hotelmarken und –konzepten
  • Schärfung von Profil und Angebot bei den Konzepthotels von „Family“, über „Adults only“ bis zur Lifestylemarke „TUI-Blue“.
  • Erweiterung des Angebots in den ausgemachten Trendzielen, z.B. eine Aufstockung der Hotelkapazitäten. Alleine 1.000 Hotels sind zum Beispiel im südlichen Afrika künftig im Angebot.
  • Förderung und Profilierung neuer „Ziele für Alle“, wie zum Beispiel die Insel Mauritius, die bislang als reine Luxusdestination für Reiche, Verliebte und Hochzeitsreisende galt.
  • Aufstockung des Hotel-, Apartment-, und Ferienhausangebot insbesondere in Deutschland und den Alpenregionen.
  • Satte Rabatte bei der Marke „1-2-Fly“, dem Anbieter für preissensitive Urlauber im Konzern.
  • Mehr Flexibilität durch Stornierungsfreiheiten im Luxussegment der TUI-Marke: Airtours.

Es bewegt sich aktuell Vieles auf dem Reisemarkt. Ein Konzern ist auf dem Weg zum „Vollsortimenter“, wie es Sebastian Ebel formuliert. Die konzerninterne Philosophie „Think Travel – Think TUI“ soll vorangetrieben werden. Das bedeutet für den Umsatzprimus auf dem Markt, eine stärkere Konzentration auf heimische Angebote, die bisher etwas vernachlässigt wurden. Es gilt aber auch, die Marke TUI, die bisher in den Köpfen der Kundschaft als hochwertig, etwas teurer und eher für eine ältere Klientel und Familien galt, auch einer jüngeren Generation stärker schmackhaft zu machen.

Dafür sollen die aktuellen Trends der bevorstehenden Saison 2016/17 sorgen:

Mauritius

Ein Tourismusgigant im ständigen Umbau stellte sich vor. Als TUI-Kunde soll man von der Erfahrung eines multinationalen Konzerns, der jetzt überall TUI heißen soll, stärker profitieren. Mehr Service, zahlreichere digitale Angebote bei der Reiseplanung bei gleichzeitig hoher Beratungsqualität in den Reisebüros.

„Mobile first“ – TUI und Google

Eine gemeinsame Studie von TUI und Google soll bei der Erweiterung des Online-Markts Weichen stellen. Die Erkenntnis, dass heute schon die Hälfte aller Urlaubssuchen online, vorzugsweise aber auch mit Smartphones und Tablets, durchgeführt werden, ist sicher ein essentieller Anreiz, das digitale und individuelle Portal „Meine TUI“ weiter auszubauen. Digitale Betreuung von der Recherche, über Buchung und Betreuung am Urlaubsort wird immer wichtiger. Das Credo, den kompletten Urlaub auf dem Smartphone dabei zu haben, setzt die weitere Angebotsausdehnung von WLAN in den Ferienhotels voraus. Auch daran will gearbeitet werden um das 360 Grad Kundenerlebnis in der Zukunft zu realisieren.

discoveryoursmileInformation:

 

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD  & TUI AG

TUI Flieger. Hannover, den 13.04.2016

Sock Monkey

DRR52 – „Sock Monkeys“ oder Schatzsuche in Rockford, Illinois, USA

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Auch wenn die Schlagzeile schwer zu finden war, die Erlebnisse in einer kleineren Stadt unweit von Chicago haben mich beeindruckt.

Hier gibt es die komplette Show mit Geschichten aus Rockford im US Bundesstaat Illinois.

So klein ist die Stadt am Rock River, jeweils 150 Kilometer von den Metropolen Chicago und Milwaukee entfernt, gar nicht. Immerhin rund 150 Tausend Menschen leben im Einzugsgebiet von Rockford im US-Bundesstaat Illinois.

Von Sockenaffen und schwedischem Frühstück

Sock Monkeys

Sock Monkeys

Im „Midway Village Museum“ findet man den intensiven Blick in die Gründungshistorie, in die Zeit der Industrialisierung und die dazugehörigen Geschichten. Dort begegnet einem spätestens der „Sock-Monkey“, der zum Sinnbild des wirtschaftlichen Aufschwungs von Rockford wurde. – Die Stadt stand für Textilverarbeitung. Einer der vielen schwedischen Einwanderer entwickelte die erste Sockenstrickmaschine der Welt, die den Fersenansatz mechanisch mitverarbeiten konnte. Aus den Socken, Markenzeichen rote Ferse, wurden irgendwann kleine Affen gebastelt; ein wichtiges Symbol von Rockford war geboren. Die Textilindustrie ging im Lauf des letzten Jahrhunderts irgendwann zu Grunde, die „Sock-Monkeys“ halten sich bis heute.

Breakfast im "Stockholm Inn"

Breakfast im „Stockholm Inn“

Die schwedischen Einwanderer spielen auch heute noch eine große Rolle im Leben. Die skandinavischen Gründungsväter kamen nach ihrer Einreise in die USA eigentlich nur hier her, weil ihnen das Aussteigen in Chicago wegen gerade grassierender Cholera verboten wurde. So fuhren die Schweden weiter bis in die Gegend von Rockford und da lebt ein Großteil der Nachfahren heute noch und lässt die schwedische Tradition hoch leben. Augenfälligste Möglichkeit dies als Besucher zu erfahren, ist ein Besuch im „Stockholm Inn“. Da gibt’s schwedische Waffeln mit schwedischen Beeren und zum Mittagessen all das, was wir auch aus schwedischen Möbelhäusern kennen. Allem voran natürlich die Köttbullar, die leckeren Hackfleischbällchen.

Das Paradies für „Harley Davidson“-Fans

Interview mit "Boss Carl"

Interview mit „Boss Carl“

Rockford verbindet ganz Unterschiedliches für unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Für die Motorradfans wartet der weltälteste Händler von Harley Davidson Maschinen. Hier muss man als Tourist natürlich kein Motorrad kaufen, aber Harleyfans werden die komplette Sammlung an Memorabilia finden. „Kegles“ ist das Eldorado der Harley-Fans aus aller Welt. Bikes, Andenken, Ersatzteile, eine Fahrschule und natürlich der „Biker-Diner“ wo man das Erlebnis bei Cola und Hamburger sacken lassen kann.

Der akustische Ausflug zu Kegles HD-Motorcycles:

Japan um die Ecke

Anderson Jap GardenWer es mehr fernöstlich-philosophisch mag wird ebenfalls fündig werden. Mit David Anderson und seinem Gärtner machten wir einen Ausflug in einen japanischen Garten der Perfektion, mitten in einem Waldstück in der Gemeinde Rockford: „Anderson Japanese Garden“. Davids Vater John hat sich diese Idee einfallen und realisieren lassen. Sie hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt, ein original japanisches Haus (inkl. buchbarer Teezeremonie) macht den „Asienausflug für 2-3 Stunden“ perfekt. Wer auf japanische Gartenarchitektur steht und auf japanische Traditionen ist hier richtig. Dass die Amerikaner mitunter daraus auch ein sehr westliches Musikspektakel machen, sei ihnen verziehen. Pizza hat da eigentlich nix zu suchen. Was es damit auf sich hat? Hier das Konzentrat aus der Gesamtshow:

So long, Frank Lloyd Wright

Laurent House

Laurent House

Eine Attraktion Rockfords stützt sich nicht auf die skandinavische Vergangenheit, sondern auf einen berühmten amerikanischen Architekten, der weltweit für Furore sorgte. Frank Lloyd Wright, Architekturlegende, baute einem behinderten Kriegsveteranen ein Haus; ganz in seinem Stil und zu einem Bruchteil des Preises, den er nach dem zweiten Weltkrieg hätte verlangen können. Die Geschichte, die auch komische Elemente hat, haben wir uns beim Besuch des „Laurent House“ erzählen lassen. Hinter dem tragischen Anlass und der Perfektion eines Stararchitekten steckt die Geschichte vom Bau des wohl ersten barrierefreien Hauses in den USA. Das geschah 1952. Heute ist es ein Museum, das man besichtigen kann.

Unterhaltungs-Barock

Historische Kinoorgel

Historische Kinoorgel

Aber es gibt auch Beispiele, die wirklich kitschig und uramerikanisch sind. Rockford war ja durch die Textil- und Metallindustrie eine reiche Stadt, so reich, dass man sich in 1920er Jahren ein Prachtkino leistete. Spötter sprachen beim „Coronado“ einst von amerikanischem „Unterhaltungs-Barock“ und in der Tat ist man schier erschlagen von Gold, rotem Samt und weiteren unglaublichen Accessoires. Auch wenn man zwischendurch schmunzelt, eine Führung durch das „Coronado“ gehört zu den Pflichtveranstaltungen in Rockford. Es ist die Geschichte eines Kinos, das zum Theater wurde und die Geschichte einer Kinoorgel an der wir einem vermeintlichen Kinderstar begegneten.

Meet Emily Bear

Emily mit Quincy Jones und Queen Latifa

Emily mit Quincy Jones und Queen Latifa

Erst viel später erfuhr ich, wer das „kleine Mädchen“, damals 12 Jahre alt, wirklich ist und welche Satrqualitäten sie schon vor zwei Jahren hatte. Emily, heute 14, ist ein großer Star. Immerhin hatte sie, als wir uns begegneten, schon ein Album mit eigenen Kompositionen eingespielt. Produziert wurde das Album von niemand Geringerem als Quincy Jones. Soundtrack Star-Komponist John Williams hat ihr eine gigantische Karriere vorhergesagt und inzwischen tritt sie auch schon mal mit großem Orchester auf. – Emily Bear spielt von Kindesbeinen an Klavier. Heute tourt sie durch die USA, spielt schon mal in der New Yorker Carnegie Hall, beim Präsidenten im Weißen Haus oder tritt beim Stuttgart „JAZZ OPEN“ auf. Ihr Debütalbum „DIVERSITY“ erreichte Platz 3 in den Billboard Jazz Charts. Im letzten Jahr gewann sie den „Morton Gould Award“ für junge Komponisten. Eine große Karriere würde man immer unterstellen, aber Emily ist gerade mal 14 Jahre alt und ein Kind der Stadt Rockford. Damit schließt sich der Kreis, zu dem, was zwar Provinz ist, aber immer wieder Erstaunliches hervorbringt. Mehr über Emily Bear gibt es hier!

Mehr Emily Bear gefällig? Hier ein spannender Film mit toller Musik und vielen Bildern der Entwicklung.

 

 

Rockford LogoInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & www.emilybear.com

frametraxx_banner_2

PALM SPRINGS-Valley view pool ccSB

DRR51 – „So cool“ – USA Favourites und deren Geheimtipps

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Es geht um die Favoriten der deutschen Urlauber beim USA-Urlaub. Die sind seit vielen Jahren statistisch belegt und irgendwie ändert sich daran auch nicht so wahnsinnig viel. Gehen wir also auf die Spur eines Phänomens in der aktuellen Reiseradioshow:

Das ist die komplette und ausführliche Reiseradioshow:

Genau genommen ist es ja ziemlich normal, dass sich Favoriten heraus bilden unter den zahlreichen Angeboten. In den USA muss man aber bedenken, dass auf die Frage: „Wohin in den Urlaub“, die Antwort nicht selbstverständlich unsere Standardbedürfnisse BERGE oder MEER beinhaltet. UND: Wer die USA kennen und lieben gelernt hat, wird auch bald zusätzliche Ziele über die „Top 3“ ansteuern. Um diese „Reisestars“ wird es diesmal aber gehen, denn diese Ziele müssen sich nicht verstecken. Wetten dass?

Platz 1: Florida

Sunsetdrink

Sunsetdrink

Beginnen wir tatsächlich am Meer und beim Floridaurlaub, der den ersten Platz belegt im Buchungsranking. Ganz weit vorne ist da gar nicht mal die Metropole Miami. Wir Deutschen haben uns in den Südwesten und in die Ferienorte am Golf von Mexiko verliebt. Ich bin ehrlich und schließe mich dieser Meinung an. South West Florida, das ist ein ganz besonderes Urlaubsfeeling.

Key West-Express

Key West-Express

Ja, Florida hat schon was. Fort Myers und Sanibel, Sarasota, Anna Maria Island und Longboat Key und natürlich auch die ganze Region um die Bay von Tampa. – Allerdings wäre das Florida Feeling nicht komplett ohne einen Ausflug auf die Florida Keys. Diese Inselkette hängt bildlich gesprochen unten an der Halbinsel dran und geht rund 200 Kilometer ins karibische Meer hinaus. Wer Beides haben will muss fahren. Von der Westküste ist man gut und gern sechs bis acht Stunden unterwegs. Allerdings gibt es eine schwimmende Alternative, die wahlweise von Fort Myers Beach oder Marco Island startet. Der Fährdienst ist zudem so entspannend. – Wer Party machen will, braucht zumindest für einige Tage ein anderes Ziel: Miami Beach.

Miami-South Beach

Miami-South Beach

Beste Reisezeit für Florida ist ganz klar die Zeit von November bis April. Im März zum Spring Break ist allerdings Hochsaison am Strand. Das heißt, es ist nicht nur voll, sondern Hotels verdoppeln auch schon mal die Preise. Sollte man nicht vergessen. Wer sicher vor Hurricanes sein will, Sonne genießen möchte und trotzdem ein schmaleres Urlaubsbudget hat, der ist in den Monaten November und Dezember am besten aufgehoben im „Sunshine State“.

 

Platz 2: New York City

MG8146

Big Apple ist die Städtereise schlechthin. Allerdings: New York und Manhattan ist nix für Weicheier und Erholungssuchende. – Die Beschreibung „The City, that never sleeps“ trifft es schon ganz gut. Gesehen haben sollte man die Stadt aber auf jeden Fall. New York würde ungefähr vier Stunden Reiseradio füllen, also beschränken wir uns diesmal auf die Top-Attraktion Manhattans. Grund Nummer 1 um nach New York zu reisen ist immer noch der Besuch einer Theater- oder Musicalshow:

Lower Manhattan Skyline

Lower Manhattan Skyline

New York City ist von Deutschland aus perfekt erreichbar. Die Preise für die Flugtickets bewegen sich, wegen der großen Konkurrenz, auch immer im sehr humanen Bereich. Teurer wird es allerdings, wenn die Übernachtung ansteht. Akzeptable Hotels in Manhattan beginnen pro Nacht und Zimmer bei ungefähr 200 Dollar. – Wer sparen muss und darüber hinaus das etwas andere New York City erleben will, sollte entweder eine Ferienwohnung mieten (z.B. AirBnB) oder aber in Stadtteile wie Brooklyn ausweichen. Das zahlt sich in jeder Hinsicht aus.

Platz 3: Der Südwesten

Arizona, Kalifornien und Nevada werden immer beliebter. Um beim großen Showzirkus zu bleiben, ist da eine Stadt in der Wüste von Nevada ganz weit vorn. So beliebt, dass Deutschlands Ferienflieger Condor gleich viermal pro Woche nonstop von Frankfurt aus nach Las Vegas fliegt.

Mitten im Nichts - Las Vegas

Mitten im Nichts – Las Vegas

Las Vegas ist die „US Entertainment Capital“ schlechthin, mit scheinbar unbegrenztem Wachstum. Es dreht sich Alles nur um Show, Unterhaltung und vor Allem um Geld. Das kann man dort gewinnen, aber viel wahrscheinlicher ist es, seine Barschaft am Spieltisch oder den Automaten abzuliefern. Las Vegas ist einem ständigen Wandel unterworfen und wer zwei bis drei Jahre nicht mehr dort war, wird bei Rückkehr viel Neues sehen und gleichzeitig Altes vermissen. Klartext: Was kein Geld mehr einbringt, wird abgerissen. Basta! Dabei hat man in den letzten 15 Jahren auch manch traditionelles Kleinod dem Boden gleich gemacht. Celine Dion, Elton John, Cher, davor Tom Jones, Engelbert und die zwei deutschen Herren mit den weißen Tigern. Und natürlich Legenden wie Liberace, Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Junior.

PALM SPRINGS-Couple enjoying cocktails by pool with panaromic viewDie drei Letzteren, liebevoll auch „Rat Pack“ genannt, machten sich nach Feierabend in Las Vegas mit dem Privatflugzeug sehr oft auf in eine Stadt in Kalifornien, die ebenfalls in der Wüste liegt, versehen mit einer Heilquelle, umrandet von hohen Bergen inklusive einer schicken Bergbahn und mindestens 10 Grad Temperaturunterschied zwischen Tal- und Bergstation. Versehen ist das besondere „Paradies“ mit dem Flair, das die Stars quasi im Gepäck mitbringen. Wir reden über Palm Springs und seine ganz besonderen Qualitäten. Beste Reisezeit für die kalifornische Wüste ist im Übrigen die Zeit zwischen September und Dezember. Für ein Wochenende ist die Stadt problemlos und in „nur“ drei Stunden Fahrzeit von Los Angeles oder San Diego erreichbar.

Haben Sie was gemerkt? – Wir haben heute nur über die absoluten USA Favoriten der Deutschen geredet und so ganz nebenbei jede Menge Geheimtipps ausgeplaudert. Zum Merken und bestimmt auch zum Nachreisen geeignet. Es sind „US Favourites für Spezialisten“ gewissermaßen. In diesem Sinne wünschen wir: Save Travels und „So long in America“!

BRAND USA-logo-de-deInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD – Palm Springs Bureau of Tourism, Julienne Schaer & Joe Buglewicz, NYC & Company

frametraxx_banner_2

 

"Sunny Heart" - Aktuelle Lackierung der Condor 767-300 ER

DRR50 Condor-History Teil 2

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

In Ausgabe 50 haben wir auf den ersten Blick zwar ein historisches Thema gewählt, aber auch beim zweiten Teil über die Geschichte von Deutschlands Ferienflieger Nummer 1, wagen wir den Blick in die Gegenwart und die Zukunft.

Hier geht es zur kompletten Show:

Das neue Buch von Rüdiger Edelmann, ab 1. Juni 16 bei Amazon und im Buchhandel

1956 hat Alles angefangen für die Condor. Die Geschichten der ersten Jahre gibt’s in unserer Ausgabe Nummer 42 zum Nachhören. Unter dem Dach der Condor flog man vermeintlich in eine sorgenfreie Zukunft. Doch weit gefehlt. Die Veränderungen im Tourismus und später die digitale Buchungswelt hielten reichlich Überraschungen bereit. –

1980er: Ohne Lack –  mit Erfolg

Condor Boeing 737-230 ca 1981, Air to Air

Condor Boeing 737-230 ca 1981

„Max“ und „Fritz“, die beiden 747 Jumbos gingen 1980 in Pension. Die Langstrecke dominierte jetzt das Fluzeugmuster DC 10. Und die Condor machte rein optisch Schlagzeilen, mit Maschinen die blank poliert und ohne Lackierung flogen. Das war nicht nur ausgefallen und schön, sondern sparte auch jede Menge Treibstoff, der immer teurer wurde. So gingen dann auch Teile der Kurz- und Mittelstreckenflotte ohne Lackierung in die Luft. Lediglich die gelbe Heckflosse leistete man sich weiterhin. Aber auch im Tourismusgeschäft tat sich Einiges. Man begann mit dem Einzelplatzverkauf und den sogenannten Campingflügen, die nur noch ein Pauschalangebot vorgaukelten. Das realisieren, was der Kunde möchte. Ein Condor-Credo, das immer im Vordergrund stand und steht: Familienschalter, Sitzplatzreservierung, die Comfort Class aus der sich Premium (Economy) und Business-Class entwickelte, Vorabend-Check-In, Einchecken per Drive-In am Frankfurter Flughafen etc.

Hier die Einzelgeschichte von den 1980er Jahren bis zur deutschen Marketingpanne „Thomas Cook-Airlines“:

Damit nähern wir uns der jüngeren Condor-Geschichte und natürlich auch der Gegenwart. Drei Gesprächspartner standen uns für die Aufarbeitung zur Verfügung: Der Kommunikationschef der Condor, Johannes Winter, Christine Berger-Danziger, Public Relation Cabin Crews und LAST BUT NOT LEAST, Condor CEO, Ralf Teckentrup.

Erfahrungsaustausch nach DRR-Interview: Christine Berger-Danziger & Johannes Winter

Erfahrungsaustausch nach DRR-Interview: Christine Berger-Danziger & Johannes Winter

Doch zuvor muss noch kurz vom Ende der Lufthansa-Tochter geredet werden. Das begann eigentlich mit der Expansion der Condor und deren Beteiligung an Reiseveranstaltern. Daraus wurde eine Partnerschaft von Neckermann-Reisen und Condor indem die Lufthansa zunächst 50% ihrer Flugtochter an den Neckermann-Inhaber Karstadt verkaufte. Aus diesem neuen Konzern mit dem wenig attraktiven Namen „C&N“ wurde dann durch weiteren Zukauf von britischen und französischen Firmen und dank neuer Namenrechte die Thomas Cook AG. Das war 2001. Jetzt sollte Alles einheitlich werden, schließlich war die Thomas Cook AG Europas zweitgrößter Tourismuskonzern. Trotz sinkender Umsatzzahlen wurde kräftig umstrukturiert und 2002 kam dann die Innovation heraus, die sich als marketingtechnischer Tiefschlag herausstellen sollte. Die Namens-Pleite „Thomas Cook Airlines“ war eine rein Deutsche, denn die zum Konzern gehörenden Airlines aus Belgien, Großbritannien und Skandinavien, heißen heute noch so. Um das Desaster aufzulösen wurde 2004 Ralf Teckentrup engagiert. Auftrag: Die Airline in jeder Hinsicht wieder fit machen. Heute beantwortet er die Frage nach der Pleitenentscheidung „Thomas Cook Airlines powered by Condor“ ausdrücklich als Unbeteiligter an der Katastrophe.

Die Einzelstory über Komfort, Preise und das günstigste Ticket:

Die Fliegerei hatte sich in diesen Jahren grundlegend verändert. Das Internet als individuelle Buchungsplattform wurde immer wichtiger. Und dazu kam noch das, was allenthalben als die „GEIZ ist GEIL“-Stimmung in die deutsche Konsumgeschichte einging. Der Condor-Kunde beklagte zwischenzeitlich den immer geringer werdenden Sitzabstand und die teilweise Umstellung auf kostenpflichtige Verpflegung. Über den Preis hat er nicht gemeckert. – Aber es geht ja nun nicht Alles, wenn man gleichzeitig mit spitzem Bleistift kalkulieren musste und muss.

Sicherheit und gutes Image

Pressewand in der Condor-Zentrale

Pressewand in der Condor-Zentrale

In der Geschichte der Condor spielt natürlich nach wie vor das gute Image eine Rolle. Nur ein Unfall 1988 bei einem Überführungsflug nach Izmir. Sicherheit wird eben groß geschrieben, beim Fluggerät genauso wie beim Personal an Bord, betonte Christine Berger-Danziger im Gespräch mit uns. Und dass das klappt hat man immer wieder mal bewiesen. Als 1972, die Sitzplatzzahl einer der Jumbos erhöht werden sollte, wurde der Airline eine Evakuierungsdemonstration abgefordert. Und man staune, die „Condorianer“ schafften es, die Boeing 747 mit 478 Sitzen nicht nur in den geforderten 90 Sekunden zu räumen, sie stellten mit 70 Sekunden sogar einen neuen Weltrekord auf. Ohne gewissenhaftes Training wäre das undenkbar gewesen. – Natürlich haben wir auch nach dem Flottenalter der Condor gefragt, das ja, rein statistisch, eher im oberen Bereich liegt. Das sei, bei exzellenter Wartung kein Problem, sagte uns Johannes Winter und verwies dabei auch auf die immer besser werdende Umweltverträglichkeit. Das „3 Liter Flugzeug“ liegt ihm am Herzen. Einen Kreosinverbrauch pro Passagier von nicht mehr als 3 Litern auf 100 Kilometer weist eine Untersuchung aus. Da ist man mächtig stolz bei Deutschlands Ferienflieger Nummer 1. Das ist sehr ordentlich, auch wenn der mathematische Vergleich, bei 4 Personen im Auto, dann doch ins Wanken gerät. Eine Klimaausgleichszahlung kann jedenfalls nie schaden.

Der Condor-Reisesommer 2016

Was sagt Condor-Boss Ralf Teckentrup zur aktuellen Buchungskrise. Ängstigt Sie der bevorstehende Flugsommer 2016 nicht doch ein wenig, wenn die Reisebuchungen zögerlich eingehen und das Türkeigeschäft lahmt, Ägypten kaum ein Thema ist und Tunesien brach liegt? Schließlich kann man ja nicht alle Maschinen und Touristen nach Spanien umleiten, oder doch?   Die Antworten von CEO Ralf Teckentrup, hier noch einmal im Detail:

Ralf Teckentrup, Condor CEO

Ralf Teckentrup, Condor CEO

Nichts desto trotz sitzt die Reiseangst aktuell doch ein wenig tiefer als in den Jahren zuvor. Die Buchungszahlen für Sommerurlaub an Nord- und Ostsee sprechen aktuell trotzdem eine andere Sprache. – Der Branche mag man wünschen, dass sich die Krisenstimmung relativiert. Eine längerfristige Änderung des Reiseverhaltens könnte aber die komplette Tourismusindustrie zum Umdenken zwingen. Deshalb ist es sicher schwierig bei einem runden Geburtstag eine Prognose für die nächste 10 Jahre abzugeben. Wir haben es trotzdem bei allen drei Gesprächspartnern versucht und auch Antworten bekommen. – Solide Geschäftspolitik ist Ralf Teckentrup wichtig. Den Antworten von Christine Berger-Danziger und Johannes Winter hört man an, dass der Erfolg der Condor auch von den Menschen abhängt, die für die beliebteste Airline der Deutschen – so eine Umfrage – arbeiten. Und für Ihren „Spirit“ waren die Condorianer schon von jeher berühmt.

Happy Birthday Condor!

Condor_JPG_LogoInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Condor

frametraxx_banner_2

 

Titel-White House

DRR49 Der Präsident in der Personalkantine – Geschichten aus Washington DC

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Im Moment schaut die Welt – zumindest gelegentlich – in Richtung USA und den Kampf ums Weiße Haus. Donald Trump liefert die Schlagzeilen. Immer mehr Republikaner meinen, er sei der richtige Kandidat für den Präsidentenposten. Und von außen schaut man auf die Staaten

US Capitol

US Capitol

und fragt sich mitunter fassungslos, wie das in einem aufgeklärten Land geschehen kann. Dagegen war ja selbst der ahnungslose Ronald Reagen ein Waisenknabe. Bevor der amtierende Präsident Barack Obama sein Bündel schnürt und auszieht aus „1600 Pennsylvania Avenue“, gibt es hier im Deutschen Reiseradio noch eine Rückerinnerung an Zeiten, in denen der Präsident regelrecht geliebt wurde und Viele darauf setzten, dass jetzt Bewegung ins Land kommt. – Die gab es ja auch, aber der Prophet, gilt im eigenen Land ja meist nichts. Erinnerung an eine Reise vor rund 5 Jahren – Selbstverständlich mit aktuellen Updates versehen. Hauptthema: Deutsche und Deutsches in den USA und in Washington DC.

Hier ist die komplette DC-Show zum Hören:

Obama liebt „Ribs“ oder der Präsident in der Betriebskantine

"Hay Adams" - Hotel

„Hay Adams“ – Hotel

13 Jahre nicht in Washington gewesen und Vieles hatte sich verändert. Da waren die Wachtposten und die Absperrungen vor dem „Weißen Haus“. Ende der 1990er Jahre konnte man hier noch ungehindert am „Gartenzaun“ vorbeilaufen. Ein neuer Präsident hatte 2008 das Ruder übernommen. „Yes, we Can“, hieß seine Devise und viele Amerikaner waren zu diesem Zeitpunkt davon überzeugt. Man hatte nicht nur einen schwarzen Präsidenten, sondern man hatte endlich jemanden, der den Bedürfnissen des Volkes wieder näher kam. Nach 8 Jahren Bush-Präsidentschaft gab es wieder einen Mann aus dem Volk. So wie Bill Clinton sein Wachpersonal schockte, weil er auf dem Rückweg vom Joggen immer in einem nahegelegenen „McDonalds“ einen Kaffee kaufte, so ging Barack Obama vor seinem Einzug ins Weiße Haus auch schon mal in die Betriebskantine des benachbarten „Hay Adams“-Hotels und ließ sich eine doppelte Portion „Ribs“ servieren. Der deutsche Küchenchef Peter Schaffrath erzählte uns diese Geschichte mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er hat in all den Jahren dem Hay-Adams die Treue gehalten. Er fühlt sich wohl in der amerikanischen Hauptstadt.

Die Story von der Präsidentenfamilie im Hotel:

Wohlfühlfaktor DC

White House - 1600 Pennsylvania Avenue

White House – 1600 Pennsylvania Avenue

Wohlfühlen kann man sich in DC, dem District of Columbia, wie die Region der Hauptstadt heißt. Washington kommt angenehm unamerikanisch daher, das beginnt schon mit der streng geregelten Bebauungsgrenze. Innerhalb von DC, darf kein Gebäude höher sein, als die Spitze des Capitols. Wer hier unterwegs ist, merkt damit ganz schnell, wenn er den Hauptstadtbezirk verlässt und auf den Boden von Maryland oder Virginia kommt, denn sofort schießen die Stockwerkzahlen in die Höhe. Besucher haben ein ordentliches Pflichtprogramm. Vieles findet rund um die „National Mall“ statt. Der breite Streifen von sattem Grün erstreckt sich vom „Lincoln Memorial“ am Potomac-Fluß bis zum Capitol. An der „Mall“ liegen nicht nur das „Weiße Haus, sondern auch das „Washington Monument“, ein riesiger Obelisk, das Capitol, mit Senat und Kongress und unendlich viele Museen. Technikfreaks möchte ich das „Air und Space Museum“ nahelegen. Und natürlich kann man rund um den Streifen zwischen Capitol auf der einen und dem Lincoln Memorial auf der anderen Seite, tagelang von einem Museum ins Andere wechseln. Nicht vergessen sollte man einen Gang durch den grünen Teil der Mall und auf der Seite Richtung Potomac, muss man unbedingt Station am Vietnam Memorial machen. Hier sind unendlich viele Namen von Kriegsopfern eingraviert. Es beginnt optisch fast harmlos mit einer Mauer, die nur ein paar Zentimeter hoch ist, aber der Weg geht nach unten und die Mauer wird immer höher, die Namen immer mehr und irgendwann wird man regelrecht erschlagen von der Zahl der Menschen, denen hier gedacht wird und die im Vietnamkrieg ihr Leben verloren. Ein Mahnmal für den Frieden.

Zentrum von politischer Macht und ständigen Nachrichten

Newseum-2

Washington D.C. die Machtzentrale der USA und irgendwie auch ein wenig die Nachrichtenzentrale des Landes. Seit einigen Jahren hat man auch dem permanenten „News-Output“ ein Denkmal gesetzt. Das „Newseum“ an der Pennsylvania Avenue in Richtung Capitol ist Pflichtprogramm für alle Medienleute, bietet aber auch jedem anderen Interessierten einen Einblick in die Geschichte der amerikanischen und weltweiten Medienentwicklung. Das ist spannend, weil wunderbar interaktiv aufgebaut. Und es ist international orientiert. Hier findet Newseum-3man den „Nachrichtenhubschrauber“ an der Decke, genauso wie einen lebensecht-großen DDR-Kontrollturm inklusive eines echten Stücks Berliner Mauer. Natürlich spielt die Berichterstattung über den schlimmsten Tag der USA, mit den Abschlägen vom 11. September 2001 eine wichtige Rolle. Es gibt aber auch spielerische Elemente wie das hauseigene Fernsehstudio, in dem sich Besucher als Reporter vor der Kamera ausprobieren dürfen.

Zentrum der Spionage

Unterwegs im Zentrum der Macht. Und was macht Macht so spannend? – Richtig, dass immer Jemand damit beschäftigt ist, dieselbe zu unterhöhlen. Dafür gibt’s Geheimdienste, Spione und andere seltsame Gestalten. – Auch die kann man in Washington ganz öffentlich treffen. Zumindest die von „Gestern“.  Dafür gibt es ein gesondertes Museum. Interessanterweise spielt dabei gerade die amerikanisch – deutsche Geschichte eine große Rolle, wenngleich auch mit einem silbernen MG, dem Spione der Spione gehuldigt wird.

Das „International Spy Museum“ macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Und auch hier könnte man Stunden verbringen. Spielerische Elemente sind dabei sehr wichtig. Man wird gewissermaßen selber zum Spion ernannt und kann Aufgaben erledigen, aber man muss es natürlich nicht. Es gibt auch so genug zu sehen und zu erfahren.

Deutsch – Amerikanisches

Wer deutsche Forschung betreiben will, der muss unbedingt in ein Museum, das den deutschen Einwanderern – oder müsste man sagen Flüchtlingen – gewidmet ist. Deutsche Einwanderer haben ziemlich viel zur Entdeckung, Erschließung und Weiterentwicklung der Vereinigten Staaten beigetragen. Die deutschen Wurzeln sind auch überall noch vorhanden, man muss sie nur sehr gut suchen.

Interview mit Rüdiger Lentz

Interview mit Rüdiger Lentz

Das „German – American Heritage Museum“ hat sich der Dokumentation dieser deutschen Wurzeln in den Vereinigten Staaten verschrieben hat. Direktor war bis 2013 Rüdiger Lentz. Der Journalist und ehemalige Korrespondent der Deutschen Welle in Washington hatte sich schon während seiner Reporterzeit intensiv mit dem Thema beschäftigt. Da lag es nahe zu forschen und zu dokumentieren. Und die Gründe für die Auswanderung aus Deutschland sind so vielfältig wie die Zeiten so unterschiedlich, sagt Lentz, den wir zum Gespräch treffen konnten. Heute ist er Leiter des „Aspen Institutes“ in Berlin.

Einwanderung, ein Thema, das im Moment aktueller denn je ist. Umso unverständlicher die Äußerungen des Möchtegern-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Ohne die unzähligen multikulturellen Einflüsse wären die USA heute nicht das, was sie sind. Das aber erscheint fast vergessen, wenn man den großen Zuspruch zu diesem Kandidaten sieht. – Bleibt aus meiner Sicht zu hoffen, dass er es nicht schafft und dass ich auch im Jahr 2017 gerne in die Vereinigten Staaten reisen werde.

Reiseinfos:

Hin kommt man nonstop von Frankfurt aus mit Lufthansa und mit United Airlines. Per Umsteigeverbindung geht das natürlich auch mit anderen Fluggesellschaften. Der Internationale Flughafen Dulles liegt etwa eine dreiviertel Stunde vor der Stadt, wenn man mit dem Auto fährt. Hotels gibt es reichlich in vielen Preisklassen. Berücksichtigen sollte man dabei auch die Unterkünfte am Stadtrand, insbesondere in Arlington, das schon im Nachbarstaat Virginia liegt.Wichtig für alle USA-Touristen ist, nach wie vor, die Registrierung über das Einreisesystem ESTA und natürlich der gültige Reisepass.

CRUSA

Washington – Infos:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

frametraxx_banner_2

Alabama-Title-Brand USA

DRR48 Sweet Home Alabama und ein Flug mit Tante JU

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Hier kommt nun die erste – wieder reguläre – Reiseradioausgabe nach der ITB. Es wartet also auch endlich wieder eine komplette Reiseradio-Show, rund um ein nicht ganz so präsentes, aber umso interessanteres Reiseerlebnis. Außerdem machen wir, wegen des 80. Geburtstags der LH-Ju 52 einen Rundflug und schauen auf die Geschichte dieser Flugzeuglegende.

Hier ist sie, die Reiseradioshow Nummer 48:

Sweet Home Alabama

Warum um Himmels Willen fahren viele Touristen immer an die gleiche Stelle? Ist es Bequemlichkeit oder Angst vor Neuem? – Jedenfalls ist es schade, denn so verpasst man eine ganze Menge einmaliger Erlebnisse.

Unsere Gesprächspartnerin: Janin Nachtweh

Unsere Gesprächspartnerin: Janin Nachtweh

Wir werden uns also heute in einem US-Bundesstaat tummeln, über den – Hand aufs Herz – die Meisten eigentlich fast nix wissen, uns eingeschlossen. Nach einem Gespräch mit Janin Nachtweh von der deutschen Vertretung Alabamas war ich zumindest nicht nur schlauer, sondern hatte das Gefühl – Ja, da solltest Du auch mal intensiver hin. Denn einmal am kurzen Stück Alabama-Küste des Golfs von Mexico durch den Staat durchrauschen, das ist, als wäre man gar nicht dort gewesen. – Dabei hat Alabama jede Menge Highlights zu bieten. Insbesondere die Musikfans verbinden was mit dem Staat und einem kleinen Städtchen im Norden. Ohne Muscle Shoals gäbe es vermutlich keinen populären Soul und die Rolling Stones wären nie in Alabama gewesen.

 

Hier noch einmal die musikalische Story zum Nachhören und Nachsehen:

Das klingt nach gigantisch großen Studios in einem gigantischen Ort. Weit gefehlt. Vor einigen Jahren gab es eine Filmdukumentation über Muscle Shoals. Der „Movie-Trailer“ soll Appetit machen auf ein besonderes Fleckchen musikalischer Erde.

Aber natürlich gibt’s auch Sehenswertes jenseits von Soul- und Rockmusik. Alabama war die Filmheimat von Forrest Gump alias Tom Hanks, auch wenn an anderer Stelle gedreht wurde. Trotzdem ist die Verbindung im Film umgesetzt. Forrest gerät, per Filmmontage, in die Proteste vor der Universität in Birmingham Alabama. Es ging um die Rassendiskriminierung in den 1950/60er Jahren. Alabama steht für die Konflikte, die die amerikanische Bürgerrechtsbewegung durchleben musste. Das „Civil Rights Institute“ in Birmingham, Al. gibt einen guten Überblick über die Geschehnisse. – Es wäre allerdings  zu optimistisch zu meinen. alle Probleme wären gelöst, zumal in den Gebieten, die traditionell schon immer anders waren und sein wollten, die Südstaaten eben. Es ist ein weiter Weg, den man gehen muss und in einigen Regionen geht man den noch etwas langsamer. Ein Thema, dem man sich als Tourist, weder historisch noch aktuell komplett entziehen kann. Denn: Alabama ist konservativ, daran führt kein Weg vorbei.

Soulfood und Golfbälle

Broiled Seafood Platter

Broiled Seafood Platter

Konservativ sein, hat aber auch seine Vorteile. Wenn es zum Beispiel ums Essen geht. Hier wartet allerorten noch traditionell Zubereitetes in seiner leckersten Form. Hier kann man schwelgen in phantastischer Küche. Kein Ort ist zu klein, als dass man nicht ein Top-Restaurant fände. Die Südstaatenküche ist in der Regel „spicy“, sprich gut gewürzt und bedient sich dem Barbeque und vielen frischen Fischen und Meeresfrüchten, nicht zu vergessen die Südstaatenklassiker wie „Hush Puppies“. Hush Puppy-Teig wird gemacht aus Maismehl, und der kommt vor dem Servieren in die Friteuse. Man könnte auch von Südstaaten-Kroketten reden.  UND: Bleiben wir bei den Spielfilmen, natürlich spielen „Gebratene Grüne Tomaten“ eine Rolle. Wer die isst, kriegt einen Eindruck von der Köstlichkeit, die bei Itchie im Whistlestop Café eine entscheidende Rolle spielte. (Film: „Grüne Tomaten / orig. Fried Green Tomatoes at the Whistle Stop Cafe). Über die Anzahl der damit vertilgten Kalorien wollen wir hier nicht reden. Man kann ja schließlich auch was für die Bewegung tun. Sehr beliebt dabei, auch das – was oft geringschätzig –  Altherrensport oder Bewegungsanreiz für Snobs genannt wird. – Wir reden übers Golfen. Das ist erstens anstrengender, als der Nichtgolfer meint und zweitens ist man gerade in Alabama auf der richtigen Spur. Die Fachleute kriegen zumindest bei einem Namen glänzende Äuglein. Janin Nachtweh hatte die Geschichte für uns.

Space-Erlebnis in Huntsville

Huntsville - Foto: Brand USA

Huntsville – Foto: Brand USA

Bliebe zuletzt noch der Ausflug in den Weltraum, sprich zur Nasa. Es ist  die TOP-Destination Alabamas für alle Technik- und Raumfahrtfreaks zu erwähnen. Ganz im Norden des Bundesstaats, in Huntsville, wartet ein großer „Abenteuerspielplatz“, der aber im Gegensatz zu vielen Freizeitparks, absolut authentisch ist. Hier ist Weltraumforschung angesagt. Kaum bekannt und doch so sehenswert. Wer wollte nicht schon immer mal ein Mondauto anfassen oder eine Flugkapsel sehen, die schon mal im Weltraum war. Alles geht in Huntsville, inklusive eines Freizeitlehrgangs für „Freizeit-Astronauten“. – Nicht umsonst ist diese Anlaget die meistbesuchte Attraktion des Bundesstaats. –

Hier die akustische Story in Kurzform:

Nicht unterschlagen darf man außerdem natürlich die großen Städte wie Birmingham oder auch Mobile. Und die Strände am Golf von Mexiko dürfen nicht vergessen werden. Heißt dann im Klartext: Hier findet jedes Urlaubstöpfchen auch sein Deckelchen. Und man hat zudem da Urlaub gemacht, wo noch nicht Jeder war. Ist ja auch ein Argument für „SWEET HOME ALABAMA“.

Wer nicht nur hören will, darf auch sehen – SWEET HOME ALABAMA:

Abheben mit Tante Ju – Das besondere Historienspektakel

Airport-Days-117Allen Fliegereifans schlägt vermutlich das Herz höher beim Stichwort TANTE JU. Die JU 52 der Lufthansa, – ja, eine betreibt man noch seit vielen Jahren als lebendiges Museumsstück – hat gerade Geburtstag gefeiert. Sie wurde 80 Jahre alt und befindet sich seit 30 Jahren in Diensten der LH. Die Maschine, die am 6. April 1936 in Dienst gestellt wurde ist auch heute noch im Einsatz für Rundflüge und beliebter Gast bei Shows und Flugtagen. Das war Grund genug mal hinter die Geschichte der JU52 zu schauen und Eindrücke von einem Rundflug zu sammeln.

Hier ist das akustische Erlebnis aus unserer Reiseradioshow noch einmal:

Aktuell wird die Lufthansa JU52 einer Generalüberholung unterzogen. Im Sommer soll sie aber wieder regelmäßig im Einsatz sein, zur Freude aller Luftfahrtfans.

junkers_ju_miniAlabama-logoInformation:

 

 

 

Fotos: (c) Alabama Tourism Department / Brand USA / Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung

frametraxx_banner_2

 

PHL-Titel

DRR47 ITB-Nachlese (2) – Phillysound und Weltenbummler

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

Wer ein paar Tage auf der weltgrößten Reisemesse zubringt, erlebt viel, lernt neue Leute und Neuigkeiten kennen und hat anschliessend so viel Material, dass es Wochen braucht, um Alles aufzuarbeiten. Versprochen hatten wir für diese Ausgabe einen Ausflug in die USA. Außerdem gibts ein informatives Interview für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, Tourismus zum Beruf zu machen.

Studierte Weltenbummler – Studieren mit Praxisbezug

Unsere Gesprächspartnerin Josephine Braun

Unsere Gesprächspartnerin Josephine Braun

Der Tourismus und seine Jobs. Ja man könnte meinen, dass Urlaub ja Jeder können müsste, denn Jeder hat ja auch schon mal Urlaub gemacht. Weit gefehlt. Neben fachspezifischen Berufsausbildungen gibt es inzwischen auch akademische Studiengänge, die einem z.B. Tourismus und Betriebswirtschaftslehre nahe bringen. Eine Ausbildungsstätte wollen wir heute vorstellen, denn sie verspricht neben dem Batchelor-Abschluss eine praxisnahe Ausbildung durch ein Duales Studium“. – Was es damit auf sich hat und wie man da ran kommt, haben wir uns von den „Studierten Weltenbummlern“ der Berliner „Hochschule für Wirtschaft und Recht“ näher bringen lassen. Josephine Braun hat’s uns erklärt.

Weitergehende Infos gibt es bei der Hochschule und bei den „Studierten Weltenbummlern“. Hier sind die Links:  hwr-logoweltenbummler

 

 

 

 

Independence Hall - PHL Foto: M.Edlow for Visit Philadelphia

Independence Hall – PHL Foto: M.Edlow for Visit Philadelphia

 

Die neue Liebe zu amerikanischen Städten – Philadelphia

Der letzte Besuch in „Philly“ liegt schon 10 Jahre zurück. Umso spannender waren die Eindrücke über eine wahrhaft sehenswerte Stadt, die wir uns vom Tourismusdiektor des Philadelphia CVB, Brian Said geben ließen. Sie spiegeln wieder, in welcher Geschwindigkeit der Wandel in amerikanischen Städten vor sich gehen kann. – Das funktioniert zwar in beide Richtungen. Im Fall von Philadelphia ging es aber in den letzten Jahren steig aufwärts, UNESCO-Welterbe inklusive.

Hier ist unser Beitrag in deutscher Sprache:

Interviewing Brian Said of PHL CVB in Berlin.

Interviewing Brian Said of PHL CVB in Berlin.

Gerade junge Leute haben ihr Herz für die Stadt entdeckt. Und Ältere entdecken sie wieder. Das hat verschiedene Gründe. Aber alle liegen Sie auf der Hand bzw. auf der Geldbörse. Und da die Menschen heute örtlich flexibler arbeiten können, suchen sie ihren Lebensmittelpunkt in der Nachbarschaft der großen Metropolen. Dadurch sparen sie Geld, das sie stärker für Ihre Bedürfnisse ausgeben können. Das ist eine der sogenannten „WIN-WIN-Situationen“. – Bedingt durch den demographischen Wandel ziehen aber auch immer öfter Ältere zurück in die Stadt. Das Haus in den Vororten wird nicht mehr gebraucht, nachdem die Kinder ausgezogen sind und in der Stadt sind die Restaurants und die Kultur in Laufweite.

Beides ist im Übrigen ein Phänomen, der Städte in der zweiten Reihe und das gerade weil die Lebenshaltungskosten in den großen Metropolen unerschwinglich geworden sind.

Downtown Living – The New City-Lifestyle

Americans are returning to Downtown. The Phenomenon, we already heard from Dallas/Texas, came up again during our Interview with Brian Said, Executice Director, Tourism Devision of Philadelphia CVB. Due to better quality of life-balance and more affordable life in the so called „second-row cities“ people of all ages return to the downtown areas. This is great for cities like Philadelphia in two ways. It revitalizes the town centers and this is good for increasing tourism. Listen to the whole Interview, we had during ITB in Berlin.

Information: 

http://www.discoverphl.com/

http://www.discoverphl.com/international/de/

In der nächsten Ausgabe / Next edition:

„Enjoy Alabama“ – Unser ITB-Talk mit Janin Nachtweh von Alabama Tourism

 

 

Eisenach_Wartburg

DRR46 ITB-Nachlese – Thüringen 2016 und 2017

facebookgoogle_pluspinterestlinkedinmail
facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr

MesseBerlinHier ist der Teil 2 unserer ITB-Nachlese. Töne, Bilder und Eindrücke, gesammelt auf dem Messegelände Berlin unterm Funkturm. – Auch diesmal verzichten wir auf das gewohnte Reiseradio-Show-Format und liefern lieber kompakte Informationen direkt von der weltgrößten Tourismusmesse.

In der letzen Ausgabe haben wir schon über den verstärkten Deutschlandtrend für den Sommer 2016 berichtet und dies mit eindrücklichen Beispielen von Nord- und Ostsee belegt. Der Deutschlandtourismus ist weiter im Aufwind. Das gilt übrigens nicht nur für Meer und Berge, sondern auch für den Mittelgebirgsraum.

Thüringen und seine „Naturlandschaften“

Wanderparadies Thüringen

Wanderparadies Thüringen

„Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.“ – das sagte schon der „olle Goethe“ und der hat bekanntlich einen großen Teil seines Lebens im thüringischen Weimar verbracht. Er wusste um die Natur seiner zweiten Heimat. – Thüringen setzt in den kommenden acht Monaten auf die Naturlandschaften, die vielfältiger kaum sein kann, wenn es ums Mittelgebirge geht. – Wir haben mit Kerstin Neumann von Thüringen-Tourismus über die „Natur-Offensive“ gesprochen.

Acht Monate lang – jeweils für 4 Wochen – wird eine besondere Naturlandschaft Thüringens im Mittelpunkt der Bewerbung und der Initiativen stehen.

Hier ein optischer Eindruck von einem besonderen Naturlandschaftskleinod:

Information:Thueringen-logo

 

 

1517 – 2017  – 500 Jahre Reformation und Martin Luther

Lutherstube auf der Wartburg (Nachbau zur ITB)

Lutherstube auf der Wartburg (Nachbau zur ITB)

In Thüringen erinnern Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen authentisch und museal an das Werden der Reformation und an Martin Luther. Seine Biographie ist mit Thüringen und dem benachbarten Sachsen-Anhalt unmittelbar verbunden. – Im Erfurter Augustinerkloster lebte er von 1505 bis 1512 als Mönch der damals noch einheitlichen Kirche, ehe er 1517 mit seinem berühmten Thesenanschlag in Wittenberg  zum Reformator wurde. In Eisenach auf der Wartburg übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche, in Schmalkalden weilte er, um das Bündnis der Protestanten gegen den katholischen Kaiser zu schmieden.

Das Gespräch mit Kerstin Neumann zum Reformationsjubiläum:

Unsere Gesprächspartnerin in Berlin: Kerstin Neumann

Unsere Gesprächspartnerin in Berlin: Kerstin Neumann

Luther und die Reformation, das ist nicht nur die religiöse Bedeutung und Einordnung, das ist auh sehr viel deutsche Kultur- und Geistesgeschichte. So stehen über den unzähligen Veranstaltungen, die bereits im Oktober dieses Jahres beginnen werden, nicht nur religiöse Werte. Sehr bedeutend erscheint uns das Bestreben Thüringens nach kultureller Weltoffenheit angesichts dieses Jubiläums. – Selbstverständlich gibt es neben der kulturellen  auch touristische und sportliche Aktivitäten und deren Verbindung. Der 1010 Kilometer lange Lutherweg, kreuz und quer durch Thüringen belegt das eindrücklich. Und natürlich begenet man auf dem Weg auch dem ganz weltlichen Martin Luther, der ja für seine durchaus derbe Sprache bekannt war.

Information:Luther_Logo

 

 

 

 

In der nächsten Ausgabe folgt dann endlich der Ausflug übern Teich in Richtung USA.

Fotos: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD und (c) Thüringen-Tourismus